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Ich habe einen Michel Europa 1.Teil von 1944/45 bekommen. Es wäre mal interessant festzustellen, welche alten Michel-Kataloge noch in Sammlerhand sind. Hat jemand ähnlich alte Kataloge?
Aleks
Wehr fähler findet, daf si behaltn.
Die Krakauer Aufdrucke von Polen 1919 - mit Schlitzohrparade.
Prüfer und Experte des Polnischen Philatelistenverbandes (PZF)
@ all Hallo, die nicht beim Fussball EM gucken sind
Darf ich mal die Frage an die Altvorderen stellen, was an den "alten Schwarten" den besonderen Anreiz macht - die Nomenklatur hat sich doch durch Forschung in den letzten 60 Jahren geändert, bestimmte Abbildungen finden sich bestimmt in allen Folgeauflagen wieder? Die Preise sind doch höchstens im Umfeld der Zeit interessant und spiegeln doch heutige Preise auch nicht wieder.
Bitte vorab um Entschuldigung, falls ich emotional in ein Besitzer-Fettnäpfchen getreten sein soll - aber mich interessiert die rationelle Seite der Fragen, was das Blättern in den historischen Werken an zusätzlichen Nutzen bringen soll?
Wenn Du verstehen willst, warum der Katalogaufbau heute so ist wie er ist, dann helfen Dir die alten Kataloge. Dort findet sich manche Information, die mittlerweile entfallen ist. Einige Kataloge sind nie wieder so erschienen und setzen immer noch den Standard für ein Gebiet. Natürlich spielt Nostalgie eine Rolle und kein vernünftiger Sammler gibt dafür viel Geld aus (abgesehen für die Kataloge aus 1860...
Ist wohl stark vom Sammelgebiet abhängig.
Aus bestimmten Gründen wurden bestimmte Informationen irgendwann aus den Katalogen entfernt, verstümmelt oder radikal verändert.
Z.B: Das Tiflis-Stadpostmarken Rätsel im Vergleich der alten Michel und Senf Ausgaben.
Die Weisrussische Armeeposten Ausgabe.
Die Odessa Seepostüberdrucke von 1918.
oft sind Informationen enthalten, die später fehlen, aber eigentlich ganz interessant sind. z.b. merkmale von fälschungen. oder es gibt erklärende texte über hintergründe bestimmter ausgaben.
der ddr lipsia katalog ist im übrigen bzgl. informationen über fälschungen besonders gut gewesen. oft steht dabei, woran man die fälschung erkennt. ich habe die 1957 europa ausgabe in 2 bänden.
manchmal ist es auch interessant zu sehen, wie sich die einschätzung bestimmter ausgaben bzlg. anerkennung/legalität geändert hat.
und letztendlich fehlen manchmal interessante informationen, die eigentlich zum verständnis wichtig sind.
im michel werden zum beispiel bei armenien die nicht überdruckten bilderausgaben nicht gezeigt/gelistet, die nummern bleiben frei. die marken wurden ohne aufdruck nicht ausgegeben. das ist soweit also korrekt aber nicht nützlich. der sammler findet die marken nicht und michel selbst refrenziert die marken über römische ziffern, aber man kann die so referenzierten marken nicht finden, muss also wissen, was ist eine IIa oder eine Ia oder eine IIIa.
hier besteht verbesserungspotential.
"Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."
Es gibt neben Informationen, die im Laufe der Zeit aus den Katalogen verschwinden, noch einen anderen Aspekt. Manchmal kann man über Jahrzehnte verfolgen, wie eine Information ausgehend von einer Urveröffentlichung immer wieder gleich auftaucht. Es ist oft nicht die Bestätigung der Erkenntnisse, sondern einfach nur Abschreiben. Wie groß ist dann das Wunder, wenn jemand neue Erkenntnisse erforscht. Oft muss gegen jahrelang "bestätigtes" Wissen argumentiert werden, was aber nie hinterfragt wurde.
Aleks
Wehr fähler findet, daf si behaltn.
Die Krakauer Aufdrucke von Polen 1919 - mit Schlitzohrparade.
Prüfer und Experte des Polnischen Philatelistenverbandes (PZF)
Ich habe von den Urvätern der Philatelie, den Gebrüdern Senf, den Katalog 1902-03. Als Literatur für Recherchen ist er weniger brauchbar aber ein wunderschönes Relikt für den Philatelisten
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