Bleisulfidschäden - Betroffene Marken/Abhilfe

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  • Lars Böttger
    www.arge-belux.de
    • 07.08.2003
    • 8417

    #181
    Vertonung von Vorträgen

    @drmoeller_neuss:

    Das Thema hatten wir mit einigen Sammlern und dem BDPh in Essen kurz angerissen. Das hört sich locker-flockig unproblematisch an. Ist es aber nicht. Eine professionelle Videodarstellung kostet Geld, der Stream und die Kapazität kostet Geld, ob die BDPh-Mitglieder entsprechende Leitungen haben, ist fraglich.

    Was kommen kann (sofern die Zeit es zulässt), wäre eine Vertonung von PowerPoint-Präsentationen. Dafür müsste ich eine vorhandene Präsentation umschreiben, vertexten und dann aufnehmen. Könnte vielleicht nächstes Jahr klappen. Hoffe ich mal... Und das bedeutet neben Zeit auch viele Fahrten nach Bonn, die nur wieder der Bahn und der Mineralölindustrie nutzen

    @abrixas:

    Solche Farbschwankungen kenne ich von Luxemburger Marken und Ganzsachen. Da wurde keine Unternummer angelegt, weil ausser der Farbe nichts geändert war und man keine Auflage abgrenzen kann.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

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    • 1867
      Registrierter Benutzer
      • 19.03.2004
      • 2054

      #182
      Vor ca. 15 Jahren hat der BDPh schon Videokassetten zum Verleih bereitgestellt, welche mit VHS Kameras aufgenommen worden sind.
      Eine über VHS aufgenommene Kassette zu digitalisieren ist nicht allzu schwierig. Das war aus heutiger Sicht ja fast noch Steinzeit der Aufzeichnung von Ton und Bild. Seither hat sich einiges getan.
      Also der Möglichkeiten gibt es viele und dank moderner Technik ist nix schwieriger geworden, nur fehlt manchmal die Bereitschaft sich da "reinzufuchsen". Das fängt beim neuen Telefon an und hört bei der Herstellung einer Video CD bzw. DVD nicht auf.
      Z.B. sind mp3 und zip --- nur schwierig wenn man Angst vor hat
      Und was heute im Internet an Livestreams durch die Leitungen geprügelt wird, ist ja auch nicht mehr normal. Auch diese werden mit sehr begrenzten Mitteln hergestellt. Eine Aufzeichnung und Vervielfältigung wäre dabei nur das kleinste Problem.
      Ich denke das mit sehr kleinem Budget (und mit dem Einsatz von Bereitschaft) das Problem der Aufzeichnung, recht schnell in den Griff zu bekommen wäre.
      Und so ein Beamer kostet heute auch nicht mehr die Welt ... sodass die Vorführung (Achtung ... hier will eine Zentrale was abhaben) einer CD oder DVD keine größeren Schwierigkeiten mehr bereiten dürften.
      ... Literatur spricht viele Bände ...

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      • abrixas
        Extra Bavariam nulla vita
        • 08.09.2004
        • 1839

        #183
        Zitat von deckelmouk
        @abrixas:

        Solche Farbschwankungen kenne ich von Luxemburger Marken und Ganzsachen. Da wurde keine Unternummer angelegt, weil ausser der Farbe nichts geändert war und man keine Auflage abgrenzen kann.

        Beste Sammlergrüsse!

        Lars
        Mag sein. Nur zwei Anmerkungen dazu:
        • Ich habe bis dato kein zweites Stück dieser Marke mit diesem Farbton gesehen, noch wurde eines von einem anderen Bayernsammler vorgestellt.
        • Und warum schwingt sich ein Prüfer zu der Behauptung auf, dass es sich um BSS handelt? Die BSS Diskussion geriet vor einiger Zeit fast zur Hysterie (Na klar, denn es wurde wertvolles Material chemisch verändert und für den Puritaner wertgemindert. Bei so einer lächerlichen 2 Pfennig-Marke im katalogischen Pfennigbereich wird flüchtig darüber geschaut und dann "Farbschwankung" oder Ähnliches ins Feld geführt.
          Andere Farbnuancen, die häufiger auftauchen werden hoch aufgewertet MiNr. 21 Bayern). Wie passt das zusammen?




        Beste Sammlergrüsse!

        Klaus
        Zuletzt geändert von abrixas; 19.07.2010, 14:22.

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        • woma
          Registrierter Benutzer
          • 07.04.2004
          • 125

          #184
          @Dr. Moeller_ Neuss und andere: Natürlich lässt sich das technisch alles machen, Wilhelm van Loo hat es vor 20-30 Jahren dauerhaft mit seiner Kamera vorgeführt. Die Nachfrage war gering, wenn ich mich nicht irre.

          Es tut mir leid: Ich bin ein Fossil, was meine Autorentätigkeit angeht. Ich sehe Referate und Manuskripte am liebsten noch gedruckt. Insofern waren die - übrigens mit PP-Unterstützung - weitgehend frei vorgetragenen "Präsentationen" exklusiv im kleinen Kreis. Die Vorbereitungszeit für PP-Präsentation und ausführlichem 50 Seiten-Manuskript lag bei gut 80 Stunden. (Danke, ich brauche kein Mitleid, tue mir das selbst aus Spaß an der Freude an)

          Der Veranstalter war das Consilium Philatelicum. Das hat nun mal seinen Stammsitz in Bonn und versteht sich wohl auch nicht als Volksbeglücker. Denn vom Verein XY erwartet man ja wohl auch nicht, dass er seine vereinsinternen Vorträge nun Deutschlandweit halten soll.

          Warum sollte es hier also anders sein, zumal eine Buchveröffentlichung dazu erscheint.

          Es gibt für mich - und dies betrifft mich ja als Referent eher persönlich - auch einen zweiten Grund, meine Vorträge nicht mehr als Dateien - in welcher Form auch immer - zur Verfügung zu stellen. Ich habe dies vor 2 oder 3 Jahren einmal mit meinem "Wer ist wer in der Philatelie" getan (siehe Rubrik "Archive" auf dieser Homepage). Meine Bitte war nur gewesen,bei Nutzung zumindest die Ursprungsquelle und den Verfasser zu nennen.

          Und was ist geschehen: Zumindest zwei Internetseiten kenne ich - das kann ich nachweisen - wo die Bilder (die hatte ich bewusst nur bis zu einem bestimmten Buchstaben hineinintegriert), aber auch die Texte komplett (mitsamt zahlreicher von mir eingeschmuggelten Fehler) ohne Quellen- und Autorenangabe übernommen wurden.

          Wozu führt mich das: Solange Raubkopiererei und Missachtung des Urheberrechts im Internet Alltag sind, werde ich keine Autorenarbeiten dort mehr veröffentlichen. Mit der dritten und für mich wohl auch letzten Neubearbeitung des "who is who" habe ich begonnen. Der erste (von mehreren Buchbänden) wird im Frühjahr 2011 erscheinen.

          Sorry, aber ich lasse mich ungern "beklauen" und muss mir dann das noch ansehen. Ich habe einen Mangel an Frustrationstoleranz.

          Beste Grüße an alle - und nichts für ungut!
          woma

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          • Lars Böttger
            www.arge-belux.de
            • 07.08.2003
            • 8417

            #185
            @1867:

            Naja, nur eine Kamera hinzustellen, das ist es nicht. Zumindest wenn es professionell sein soll. Da brauchst Du Ton und Licht und zwei/drei Kameras. Sonst wird das ein rumpelnder Mitschnitt. Da sind schnell ein paar tausend Euro weg.

            Beste Sammlergrüsse!

            Lars
            www.bdph.de und www.arge-belux.de

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            • Harald Krieg
              Ostafrikasammler
              • 27.06.2003
              • 4795

              #186
              Zitat von drmoeller_neuss
              Heutzutage gibt es genügend technische Möglichkeiten, einen Vortrag über Internet allen Interessierten zur Verfügung zu stellen, sei als Stream oder "vertonte Powerpoint", oder einfach klassisch als DVD per Post, die dann auf einem Vereinsabend vorgeführt werden kann.
              Richtig! Gewisse Albenhersteller und andere vermeindlich Benachteiligte könnten diese dann auch viel besser für Klagen gegen den Referenten nutzen!

              Daher wäre eine Aufzeichnung eines Referates zu diesem Thema weder im Interesse des Referenten, noch der Teilnehmer. Es könnten dann weder Ross und Reiter genannte noch so einfach Produktempfehlungen gegeben werden.
              Zuletzt geändert von Harald Krieg; 18.07.2010, 13:47.

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              • Fehldruck
                Registrierter Benutzer
                • 30.05.2004
                • 3826

                #187
                Ich freue mich auf das Buch von woma und bin froh, dass ich dies hier äußern darf.

                Fehldruck
                Zuletzt geändert von Fehldruck; 18.07.2010, 14:45.

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                • Kontrollratjunkie
                  Deutschland 1933 - 1949
                  • 02.01.2007
                  • 1267

                  #188
                  Zitat von woma
                  @Kontrollratjunkie:
                  Es ist vielleicht ein kleiner Trost, dass diese Ratgeber-Vortragsveranstaltungen, die ich im Rahmen der "BonnPhilatelie"-Reihe in diesem Jahr im Haus der Philatelie und Postgeschichte halte, jeweils Vorabpublikationen eines von mir derzeit in Arbeit befindlichen Buches in der Reihe "Ratgeber für Briefmarkensammler" sind.

                  Entschuldigt, wenn ich einen kleinen Zynismus anklingen lasse: Wem eine Reise zu einer Veranstaltung nichts wert ist, vielleicht gar auch ein Buch von 20-30 Euro, hat der Mitleid verdient, wenn ihm die Marken wegfaulen?

                  Wer ein Hobby engagiert pflegen will, gleich welches, der muss sich eben auch fundiert damit auseinandersetzen. Auch mit dem Fachwissen anderer. Genau das tue ich, das tun die vielen Besucher in diesem Forum. Dabei kann ich nur das Wissen der Zeit und der Experten, natürlich auch der Anbieter wiedergeben und Positionen darstellen. Die zu treffende Entscheidung bleibt einem dann schon selbst überlassen.
                  Vielen Dank für den Kommentar.
                  Ich gebe Dir Recht, daß man sich um sein Hobby bemühen muss. Aber alles hat seine Grenzen und für einen Vortrag, so gut er auch sein mag, fahre ich keine 1200 KM.......

                  Da halte ich es lieber mit der Alternative und werde mir das Buch besorgen.

                  Gruß
                  KJ, der schon so manchen Kilometer für die Briefmarken abgespult hat

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                  • heku
                    Registrierter Benutzer
                    • 05.08.2005
                    • 364

                    #189
                    Bei mir ist jüngst eine franz. 40 Centimes-Marke Napoleon III, gezähnt aufgefallen. Bislang hatte ich sie als Farbvariante eingeordnet, mein Mikroskop brachte allerdings die typischen dunklen Beläge auf der Originalfarbe zum Vorschein. Also ein typischer Bleisulfidschaden.

                    Bleisulfid wird von Säuren problemlos zersetzt, die Marke wanderte für einen halbe Minute in ein Zitronensäurebad. Die Verfärbungen verschwanden, das Motiv der Marke allerdings auch ein gutes Stück.

                    Ich rate ab, sammelwürdige Marken mit irgendeiner Art von Säure zu behandeln. Es gibt keine Garantie, dass Originalfarbe nicht ebenfalls angegriffen wird!


                    Mehrere, als empfindsam bekannte Marken (Knochen), gab ich in ein verschlossenes Gefäß, daneben ein Stück Schwefelleber. Bei Kontakt mit der Luft zersetzt sich die Chemikalie und gibt Schwefelwasserstoff frei. Der reaktionsfähige Schwefelwasserstoff sollte seinen Schwefel an die Markenfarbe abgeben und so den gefürchteten Bleisulfidschaden erzeugen.

                    Nach 24 Stunden war keine Veränderung zu beobachten.

                    Ich löste dann die Schwefelleber in Wasser und schwenkte meinen Napoleon III durch. Nach wenigen Sekunden war das Markenbild im bekannten Braun wieder da. Der Schwefelwasserstoff hatte als mit den Resten der ursprünglichen Farbe reagiert und die Farbvariante in Bleisulfid-Braun erzeugt.

                    Fazit:

                    - Schwefel in reaktionsfähiger Form reagiert mit dafür empfindlichen Druckfarben einer Briefmarke.

                    - ob eine Reaktion stattfindet, bzw. die Schnelligkeit der Reaktion hängt vom Wassergehalt der Umgebung ab.

                    Zunächst das Bild einer vergleichsweise farbfrischen Marke:
                    Angehängte Dateien
                    Ich ärgere mich nicht über das, was mir fehlt. Ich freue mich über die Marken, die ich besitze.

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                    • heku
                      Registrierter Benutzer
                      • 05.08.2005
                      • 364

                      #190
                      Hier das geschädigte Exemplar
                      Angehängte Dateien
                      Ich ärgere mich nicht über das, was mir fehlt. Ich freue mich über die Marken, die ich besitze.

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                      • heku
                        Registrierter Benutzer
                        • 05.08.2005
                        • 364

                        #191
                        Nach dem Bad in Zitronensäure
                        Angehängte Dateien
                        Ich ärgere mich nicht über das, was mir fehlt. Ich freue mich über die Marken, die ich besitze.

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                        • heku
                          Registrierter Benutzer
                          • 05.08.2005
                          • 364

                          #192
                          Nach dem Bad in Schwefelwasserstoff-Lösung
                          Angehängte Dateien
                          Ich ärgere mich nicht über das, was mir fehlt. Ich freue mich über die Marken, die ich besitze.

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                          • drmoeller_neuss
                            Registrierter Benutzer
                            • 19.01.2008
                            • 999

                            #193
                            Bei Verwendung von Kunststoffhüllen ist darauf zu achten, daß diese keine schwefelhaltigen Weichmacher enthalten. Leider lassen sich die meisten Hersteller nicht darauf festlegen. Schwefelhaltige Weichmacher wurden auch in den Vordruckalben verschiedener Hersteller verwendet, und haben dazu geführt, dass sich bestimmte, mit Bleimineralfarben gedruckte Marken von z.B. Orange sich nach schwarz verfärbten ("Bleisulfidschaden", beschönigend "Oxidation"). Belege erleiden dadurch einen erheblichen Wertverlust. (siehe die ausführliche Abhandlung des Auktionators Peter Feusser)
                            Hawidtaschen haben bislang keine Schäden an klassischem Material verursacht. Die grossen Blocktaschen sollten auch für klassisches Material geeignet sein.

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                            • Lars Böttger
                              www.arge-belux.de
                              • 07.08.2003
                              • 8417

                              #194
                              @drmoeller_neuss:

                              Warum für diese Antwort auf eine andere Seite verlinken? Das Thema Bleisulfid wurde schon ausführlich im BDPh-Forum behandelt: http://bdph.de/forum/showthread.php?...ght=bleisulfid

                              Beste Sammlergrüsse!

                              Lars
                              www.bdph.de und www.arge-belux.de

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                              • Juergen Kraft
                                Registrierter Benutzer
                                • 30.11.2005
                                • 1747

                                #195
                                Hallo Lars,

                                die Abhandlung von Peter Feuser ist viel übersichtlicher und komprimierter. Der von dir verlinkte Thread beginnt auch im vierten Beitrag, mit einer kleinen Peinlichkeit. Du zeigst zwei Luxemburgmarken und schreibst dazu "Die 1 Centime-Marke ist in mehreren Farbtönen gedruckt worden, darunter Orange und Braunorange (siehe Beispiel). Die Farbveränderung ist nur sehr leicht, möglicherweise auch nur eine Farbnuance, kein Bleisulfidschaden."

                                Gemeint ist die rechte Marke. Deutlich sichtbar, auf der linken Seite ist die Farbe überwiegend orange, zur Mitte hin wird es braun. Schaue nur auf "1 CENTIME". Die Marke ist wohl kaum in zwei Farben gedruckt worden. Genau das ist ein Bleisulfidschaden. Dahinter eine Farbnuance zu vermuten, haben wohl die meisten Sammler gemacht. Deswegen wurde die ernste Sache jahrzehntelang von Sammler und auch Prüfern oder der Michelredaktion, eher als interessante Entdeckung gefeiert, statt als Vernichtung von Kulturgut gesehen.

                                Angehängte Dateien
                                Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Tenerife-Sur - Spanien
                                Projekt Stempeldatenbank, Stampswiki, Linkdatenbank
                                Mitglied BDPH, AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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