Gutes Übersetzungsprogramm?

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  • Jurek
    DDR Spezial, bis MiNr.745
    • 28.09.2005
    • 2834

    #16
    Damit besser oder schlechter zu dem kommerziellen Übers.-Programm den ich gekauft hatte? =(siehe erste Seite).

    Dieser also zu 80% richtig. Und mein: ……%?

    P.S.:
    Dieses „Spiel“ mit hin und her übersetzen zu lassen, ergibt meistens am Ende nur Käse! <= Wortwendungen, Grammatik und Mehrwortbedeutungen und…, machen sich bei der Technik sehr schnell bemerkbar…
    Bis jetzt ist nur ein Mensch (wenn er/sie die Sprache gut beherrscht – wie Sie z.B.; wobei ich NICHT… [gemeint deutsche Sprache]) das idealste „Übersetzungsprogramm“.

    Kommentar

    • Jens
      Registrierter Benutzer
      • 30.11.2003
      • 543

      #17
      Hallo auch,

      ich kenne kein Programm, daß Texte auf Knopfdruck übersetzt. Alle Programme sind eine mehr oder weniger große Hilfe in Passagen, wo man selber viel nachschlagen müßte. Um eine Nachbearbeitung des Textes kommt man jedoch nicht umhin.

      Die Programme von @Prompt haben zum Beispiel die Eigenart, aus den Wörterbüchern die jeweils ersten Begriffe zu wählen.
      Beispiele? Okay:
      Ich will Dich streicheln.
      Russische Übersetzung:
      Я хочу гладить тебя.
      Die ist korrekt.

      Umgekehrt, russischer Ausgangstext:
      Я хочу гладить тебя.
      Übersetzung
      Ich will dich bügeln.

      Na daß erzähl mal Deiner Frau!

      Macken haben die Programme alle...


      Gruß

      Jens

      Kommentar

      • Michael Lenke
        Administrator
        • 28.01.2006
        • 6922

        #18
        Mein persönlicher Übersetzer hat z.B. für philatelistische Texte einen Erfolgsprozentsatz von weniger als 50% für Übersetzungen aus der Heimatsprache. Die Erfolgssätze für EDV-typische Texte oder Texte im Zusammenhang mit Bankgeschäften oder Internetauktionen liegen ähnlich hoch. Man hat eben ein eigenes Vokabular.

        Man hat als nicht sprachkundiger einer Sprache kaum eine Chance einen Fachtext sinnvoll zu übersetzen. Selbst bei Leuten, die nicht im Lebensumfeld der Sprache leben, und die Sprache angeblich beherrschen, kommt oft Grütze heraus, die die einheimischen Wissenden amüsiert.

        Automaten helfen vielleicht etwas zu verstehen, aber jeder der die Sprache beherrscht, krault sich den Bauch....

        Ich hätte es auch gern anders, aber Erfahrung lehrt Besseres.

        Aleks
        Wehr fähler findet, daf si behaltn.
        Die Krakauer Aufdrucke von Polen 1919 - mit Schlitzohrparade.
        Prüfer und Experte des Polnischen Philatelistenverbandes (PZF)

        Kommentar

        • Juergen Kraft
          Registrierter Benutzer
          • 30.11.2005
          • 1747

          #19
          Englisch - Deutsch

          Hallo Nigel,

          Englisch - deutsch wird es in Kürze geben. Noch basieren die Daten aber auf der umgekehrten Übersetzung, was die bekannten, lustigen Sätze ergibt. Hier ein Link zum testen. der Link muss nicht gehen, es ist nicht einmal ein Alpha Stadium.

          http://stampsx.com/ratgeber/philatrans_en_de.php

          Die Phrasen des ersten Satzes habe ich schon einmal eingepflegt und möchte anmerken, dass:

          In 1847, Mauritius became the first British Colony and the
          fifth country in the world, along with the USA, to issue
          postage stamps.

          auch kein gutes Englisch ist. Zumindest kein gut Übersetzbares. Der Satz ist stark verschachtelt. Das bringt die Probleme.

          Die Rückübersetzung von

          EINLEITUNG 1847 stand Mauritius der ersten britischen Kolonie und fünftes Land in der Welt, zusammen mit den USA, zur Ausgabe Briefmarken.

          führt auch deshalb nicht zu einem guten Ergebnis, weil es kein richtiges Deutsch ist. Zusätzlich haben wir wieder die Verschachtelung.

          Dieses "stand ... zusammen mit den USA" ist die Verschachtelung, die sich auch nicht zurück übersetzen läßt.

          Für den test habe ich einige Phrasen eingegeben. Die sorgen für die Übersetzung des englischen Satzes in:

          Einführung
          Mauritius wurde 1847 die erste britische Kolonie und das fünfte Land in der Welt, zusammen mit den USA, dass Briefmarken heraus gab.

          Besser könnte auf Deutsch formuliert werden:

          Als erste britische Kolonie und fünftes Land der Welt, zusammen mit den USA, gab Mauritius 1847 Briefmarken heraus.

          Besser wären drei Sätze:

          Mauritius gab ab 1847 Briefmarken heraus. Es waren die ersten Ausgaben einer britischen Kolonie und Mauritius war erst das fünfte Land, dass Briefmarken heraus gab. Im Jahr 1847 gab es auch die ersten Unionsausgaben der USA.

          Aber wollte der Autor der englischen Sätze das sagen? Was bedeuten denn die Worte in Englisch? Es könnte ja bedeuten sollen, dass im Jahr 1847 nicht nur in Mauritius, sondern auch in den USA die ersten Marken verausgabt wurden. Das bedeutet es aber nicht ganz genau, denn in den USA kamen die ersten Marken 1845 heraus. Die Unionsausgaben begannen 1847 und weshalb sollen die Postmeisterausgaben keine Briefmarken, sein?

          Es könnte auch der falsche Eindruck entstehen, die Ausgaben von Mauritius hätten irgend etwas mit den USA zu tun. Wie auch immer, ich halte den Satz für unglücklich formuliert. Es sollte einfach auch in die USA erinnert werden. Nur wozu? Ist der Autor Amerikaner?

          Ich denke, es muss nicht das Ziel eines Übersetzungspogramms sein, solche Sätze fehlerfrei zu übersetzen.
          Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Tenerife-Sur - Spanien
          Projekt Stempeldatenbank, Stampswiki, Linkdatenbank
          Mitglied BDPH, AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

          Kommentar

          • Lars Böttger
            www.arge-belux.de
            • 07.08.2003
            • 8417

            #20
            Hallo Jürgen,

            die ersten Briefmarken der USA kamen 1842 heraus (Lokalausgaben). 1845 gab es die ersten offiziellen Marken (Postmeisterausgaben), ab 1847 dann die Unionsausgaben.

            Beste Sammlergrüsse!

            Lars
            www.bdph.de und www.arge-belux.de

            Kommentar

            • doktorstamp
              Tobago wer sammelt sowas
              • 24.12.2005
              • 283

              #21
              Hallo Jürgen

              Das Englisch wie du sagst ist unglücklich formuliert. Die Klauseln sollten nebeneinanderstehen, was sie in diesem Satz freilich nicht tun. Natürlich für einen Engländer, oder jemanden mit guten Kenntnissen, wird wohl den Satz Sinngemäß zu verstehen. Aber jetzt gerade hier stossen wir auf ein weiteres Problem.

              Übersetzen-Dolmetschen

              Aufgabe eines Übersetzers ist es wortwörtlich in eine andere Sprache zu übertragen. Der Dolmetscher dagegen ist an diese Regelung nicht verbunden, er hat nur den Sinn nach freien Wortwahl zu wiedergeben. Daher heißt es Übersetzungsprogramm, ein Dolmetscherprogramm wär vielleicht ein Stückchen zu weit. Noch!

              Die Übersetzungsprogrammen sind viel versprechend, sind aber nicht in der Lage Spreu vom Weizen zu unterscheiden. Rubbish in=Rubbish out.

              Problematisch für den Entwerfer solche Programme ist die Grammatik und ihre vielen Ausnahmen. Ferner eine Sprache wächst und gedeiht, sprich ist lebendig und nicht an etwas zu befestigen, halt die zuvor erwähnte Grammatik und ihre Regelung, sowie Ausnahmen bleibt bestehen.

              Noch etwas, Programmierer sind oft keine Sprachgenies und umgekehrt.
              Abzuleiten hiervon einem Programmierer ist die vielen Ausnahmen unbewüßt, und der Sprachegenie weis doch garnicht wie man diese mit Boolean Logik im Einklang zu bringen sind.

              Andere Probleme für solche Programme sind; veraltete Rechtschreibformen, untergegangene Wörter, ursprunglicher Sinn/Bedeutung hat sich geändert, um nur einige zu nennen. Und nicht zuletzt der Benutzer solches ist nicht in der Lage über die Qualität der ihm Fremdsprache zu beurteilen.

              Nur wie wir es machen, ständig proben, wird eventuell etwas vernunftiges zu Stande kommen. Bis dahin ist es aber weit weg.

              mfG

              Nigel
              Zuletzt geändert von doktorstamp; 14.10.2008, 09:18. Grund: rechtsschreibung
              Sammeln wie es einem Spaß macht

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              • Jurek
                DDR Spezial, bis MiNr.745
                • 28.09.2005
                • 2834

                #22
                Interessant was ihr da schreibt!

                Zumindest ich bin schon sehr dankbar, dass es überhaupt einen Übersetzungsprogramm gibt, wo ich nur halbwegs was verstehen kann, um was es da geht. Etwas - ist für mich immer noch besser als nix.

                Ich hoffe nur, dass nachher meine Antworten dann nicht von meinem Gesprächspartner so missverstanden werden, wie Jens das am Beispiel demonstriert hat.
                (Hoffentlich hilft dann bei philatelistischer Korrespondenz da mehr der Übersetzungsprogramm von Jürgen. = Ich wundere mich schon immer, was für Power dieser Mensch hat ).

                Gruß und Dank!

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