Bayernbrief portofrei oder doch nicht

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  • thinny
    Registrierter Benutzer
    • 21.01.2007
    • 40

    #1

    Bayernbrief portofrei oder doch nicht



    Habe einen Brief gekauft und weiß leider nicht was die Zahlen auf dem Brief bedeuten. Hat da vielleicht einer seinen " Rotstift " ausprobiert oder haben die Zahlen tatsächlich einen postalischen Hintergrund.

    Was ich am Briefkopf erkennen kann lief der Brief von " Vom Magistrat der k. b. Stadt Windsheim an den Magistrat der k. Stadt Neustadt an der Aisch.

    Zusätzlich kann ich eine Expeditions Nummer erkennen und den Text " Mit Beilage"
    Was ich nicht erklären kann sind zum Beispiel die Zahl 9 x und die Zahl 24 mit Zusatz.
    Bei der Zahl 3 könnte ich mir vorstellen 3 Kreuzer für " einfaches " Porto, jedoch
    hat dann der Postbeamte gemerkt das was wie " Mit Beilage " steht und das Porto auf 9 Kreuzer erhöht.
    Bei dem Brief handelt es wahrscheinlich nicht um einen Vorphilabrief, da nirgends eine Jahreszahl ( auch innenseitig ) vorhanden ist. Jedoch ist das Briefpapier mit Wasserzeichen auf dem steht .....LER. 1856. ( Brief ist innenseitig nicht vollständig
    Vielleicht kann jemand weiterhelfen.

    Gruß

    Winfried
  • bayern klassisch
    Registrierter Benutzer
    • 20.10.2005
    • 2027

    #2
    Hallo Winfried,

    du hast einen Fahrpostbrief, der portopflichtig war, aus den Jahren 1856 folgende vor dir.
    Bis zum 30.6.1858 konnten innerbayerische Briefe nur bis 4 Loth Gewicht mit der schnelleren Briefpost befördert werden (Ausnahme Dienstbriefe bis 1 Pfund).

    Hier haben wir eine J.P.S. vor uns, also eine Justiz - Partei - Sache. Parteisachen waren niemals Sendungen mit reinem Staatscharakter und von daher wie normale Briefsendungen zu behandeln.

    Er wog - wie oben vermerkt - 24 Loth und war somit ein Gegenstand der Fahrpost.

    Die Buch- oder Manualnummer, also die nachverfolgbare Zählnummer auf dem Postschein und der Briefkarte, war die 3.

    Das Porto betrug 9 Kr. und war gewichts- und entfernungsgestaffelt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

    Kommentar

    • thinny
      Registrierter Benutzer
      • 21.01.2007
      • 40

      #3
      Zitat von bayern klassisch
      Hallo Winfried,

      du hast einen Fahrpostbrief, der portopflichtig war, aus den Jahren 1856 folgende vor dir.
      Bis zum 30.6.1858 konnten innerbayerische Briefe nur bis 4 Loth Gewicht mit der schnelleren Briefpost befördert werden (Ausnahme Dienstbriefe bis 1 Pfund).

      Hier haben wir eine J.P.S. vor uns, also eine Justiz - Partei - Sache. Parteisachen waren niemals Sendungen mit reinem Staatscharakter und von daher wie normale Briefsendungen zu behandeln.

      Er wog - wie oben vermerkt - 24 Loth und war somit ein Gegenstand der Fahrpost.

      Die Buch- oder Manualnummer, also die nachverfolgbare Zählnummer auf dem Postschein und der Briefkarte, war die 3.

      Das Porto betrug 9 Kr. und war gewichts- und entfernungsgestaffelt.

      Liebe Grüsse von bayern klassisch
      Vielen Dank an Bayern klassisch,

      super Information. Sehr kompetent.

      Gruß

      Winfried

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