Hallo,
Ich betrachte die Behandlung solcher Schäden mit Wasserstoffperoxid als kritisch.
Bleisulfidschäden sind nicht neu. Sie sind bekannt von Decken- und Wandmalereien, sowie von Gemälden, bei denen die preiswertere Bleifarbe benutzt wurde. Durch die Behandlung mit Wasserstoffperoxid konnten verfärbte, ehemals weiße Flächen, wieder in Weiß zurückverwandelt werden.
Der Haken: Die Verfärbung wird nicht einfach rückgängig gemacht, sondern in einer chemischen Reaktion entsteht ein völlig neuer Stoff, nämlich das weiße Bleisulfat.
Auf eine farbige Briefmarke angewendet heißt das: die Bleisulfidschicht wird aufgelöst, das entstandene weiße Bleisulfat, wenn man Glück hat, weggespült, und die darunter liegende originale Farbschicht freigelegt. Infolge der chemischen Reaktion wird die freigelegte Farbschicht aktiviert, d. h. sie neigt stärker als vorher zum Nachdunkeln. Von Behandlung zu Behandlung wird diese Farbschicht immer dünner, bis nichts mehr da ist.
Ist bei starker Schädigung die originale Farbschicht komplett in Bleisulfid umgewandelt, gibt es nichts mehr zum Freilegen, die Marke wird durch die Wasserstoffperoxidbehandlung zur Ruine.
Wie stark die Schädigung ist , ist vorher nicht erkennbar. Ob eine farbfrische Marke zum Vorschein kommt oder eine kaputtreparierte, ist nicht vorhersehbar. Zu mindestens bei teureren Stücken rate ich von einer solchen Reinigung ab.
Hinzu kommt, dass Wasserstoffperoxid ein ausgesprochenes Bleichmittel ist. Braucht die Behandlung längere Zeit, so wird die gesamte Papierstruktur aufgehellt, im Extremfall bis hin zu blütenweiß.
Meine (wenigen) betroffenen Exemplare lasse ich lieber wie sie sind.
Freundliche Sammlergrüße
Hermann
Ich betrachte die Behandlung solcher Schäden mit Wasserstoffperoxid als kritisch.
Bleisulfidschäden sind nicht neu. Sie sind bekannt von Decken- und Wandmalereien, sowie von Gemälden, bei denen die preiswertere Bleifarbe benutzt wurde. Durch die Behandlung mit Wasserstoffperoxid konnten verfärbte, ehemals weiße Flächen, wieder in Weiß zurückverwandelt werden.
Der Haken: Die Verfärbung wird nicht einfach rückgängig gemacht, sondern in einer chemischen Reaktion entsteht ein völlig neuer Stoff, nämlich das weiße Bleisulfat.
Auf eine farbige Briefmarke angewendet heißt das: die Bleisulfidschicht wird aufgelöst, das entstandene weiße Bleisulfat, wenn man Glück hat, weggespült, und die darunter liegende originale Farbschicht freigelegt. Infolge der chemischen Reaktion wird die freigelegte Farbschicht aktiviert, d. h. sie neigt stärker als vorher zum Nachdunkeln. Von Behandlung zu Behandlung wird diese Farbschicht immer dünner, bis nichts mehr da ist.
Ist bei starker Schädigung die originale Farbschicht komplett in Bleisulfid umgewandelt, gibt es nichts mehr zum Freilegen, die Marke wird durch die Wasserstoffperoxidbehandlung zur Ruine.
Wie stark die Schädigung ist , ist vorher nicht erkennbar. Ob eine farbfrische Marke zum Vorschein kommt oder eine kaputtreparierte, ist nicht vorhersehbar. Zu mindestens bei teureren Stücken rate ich von einer solchen Reinigung ab.
Hinzu kommt, dass Wasserstoffperoxid ein ausgesprochenes Bleichmittel ist. Braucht die Behandlung längere Zeit, so wird die gesamte Papierstruktur aufgehellt, im Extremfall bis hin zu blütenweiß.
Meine (wenigen) betroffenen Exemplare lasse ich lieber wie sie sind.
Freundliche Sammlergrüße
Hermann


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