@deckelmouk: ist es ein frisch entstandener Schaden oder ist die Vorgeschichte nicht mehr nachvollziehbar?
Ich habe eine interessante Beobachtung gemacht:
Ich besitze ein Heftchen mit Bleiacetat-Papier. Es handelt sich um Papierstreifen, die mit einem Bleisalz getränkt sind. Die Streifen dienen zum Nachweis von Schwefel. Bei Anwesenheit von Schwefel färbt sich, konzentrationsabhängig, das papier braun bis schwarz durch entstehendes Bleisulfid. Nachgewiesen werden können Schwefelgehalte ab 5mg/l Lösung (1mg = 1/1000g), also ein sehr empfindlicher Nachweis. Der Reaktion geschieht auch an der Luft, da diese immer Luftfeuchtigkeit enthält.
Mein Heftchen lag 3 Jahre in einer selten geöffneten Schublade. Die offen liegende Oberkante hat sich unter dem Einfluß der Luft durch Bildung von Bleisulfid fast schwarz verfärbt, die Seitenkante bräunlich.
Folgerung: Der Schwefelgehalt der Luft verwandelt im Laufe der Zeit eine Bleiverbindung in Bleisulfid.
Ich lade die, die innerhalb einer Folientasche Bleisulfidschäden glauben beobachtet zu haben, zu folgendem Versuch ein:
Besorgt Euch Bleiacetat-Papier (Apotheke, 6-10 Euro für 100 Streifen). Schneidet aus der Folie der verdächtigen Seite 8 Stücke heraus, die größer sind als ein Bleiacetat-Streifen. Legt auf ein Stück Folie einen trockenen Streifen, auf ein zweites Stück Folie einen angefeuchteten Streifen Nachweispapier. Dann deckt jeweils mit einem Stück Folie ab und verklebt die Ränder luftdicht mit Klebstreifen. Wiederholt das Ganze, anstelle von Klebstreifen verschließt jetzt mit Heftklammern. Verteilt die übrigen Streifen in diversen Alben und lasst ein paar Streifen offen an der Luft liegen.
Sollten sich innerhalb der Folie die Teststreifen verfärben, wäre die ein guter Hinweis darauf, dass Schwefel aus der Folie austritt und reagiert. Sollten sich die offen herumliegenden Streifen verfärben, die unter Folie oder im Album jedoch nicht, sollte man die Folienproblrmatik vielleicht neu überdenken.
Viele Grüße
Hermann
Ich habe eine interessante Beobachtung gemacht:
Ich besitze ein Heftchen mit Bleiacetat-Papier. Es handelt sich um Papierstreifen, die mit einem Bleisalz getränkt sind. Die Streifen dienen zum Nachweis von Schwefel. Bei Anwesenheit von Schwefel färbt sich, konzentrationsabhängig, das papier braun bis schwarz durch entstehendes Bleisulfid. Nachgewiesen werden können Schwefelgehalte ab 5mg/l Lösung (1mg = 1/1000g), also ein sehr empfindlicher Nachweis. Der Reaktion geschieht auch an der Luft, da diese immer Luftfeuchtigkeit enthält.
Mein Heftchen lag 3 Jahre in einer selten geöffneten Schublade. Die offen liegende Oberkante hat sich unter dem Einfluß der Luft durch Bildung von Bleisulfid fast schwarz verfärbt, die Seitenkante bräunlich.
Folgerung: Der Schwefelgehalt der Luft verwandelt im Laufe der Zeit eine Bleiverbindung in Bleisulfid.
Ich lade die, die innerhalb einer Folientasche Bleisulfidschäden glauben beobachtet zu haben, zu folgendem Versuch ein:
Besorgt Euch Bleiacetat-Papier (Apotheke, 6-10 Euro für 100 Streifen). Schneidet aus der Folie der verdächtigen Seite 8 Stücke heraus, die größer sind als ein Bleiacetat-Streifen. Legt auf ein Stück Folie einen trockenen Streifen, auf ein zweites Stück Folie einen angefeuchteten Streifen Nachweispapier. Dann deckt jeweils mit einem Stück Folie ab und verklebt die Ränder luftdicht mit Klebstreifen. Wiederholt das Ganze, anstelle von Klebstreifen verschließt jetzt mit Heftklammern. Verteilt die übrigen Streifen in diversen Alben und lasst ein paar Streifen offen an der Luft liegen.
Sollten sich innerhalb der Folie die Teststreifen verfärben, wäre die ein guter Hinweis darauf, dass Schwefel aus der Folie austritt und reagiert. Sollten sich die offen herumliegenden Streifen verfärben, die unter Folie oder im Album jedoch nicht, sollte man die Folienproblrmatik vielleicht neu überdenken.
Viele Grüße
Hermann
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