Fragen zu Belegen

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  • usen
    Registrierter Benutzer
    • 26.04.2010
    • 181

    #1

    Fragen zu Belegen

    Hallo,
    vor kurzer Zeit habe ich mir, für kleines Geld ein Lot Briefmarken gekauft.
    Nun sind dort auch einige Belege drinn die bei mir Fragen aufwerfen.
    Zum einen sind dort Belege enthalten gewesen bei denen die Adresse ausgeschnitten oder die Rückseite vom Umschlag entfernt wurden. Es handelt sich dabei um Mischfrankaturen (ich hoffe ich benutze das Wort richtig) 1 mal mit Eilzustellung einmal ohne.
    Ist sowas noch interessant oder kann/soll ich die Marken ablösen?

    Zum anderen waren dort auch Briefe vom Gericht (1947) drinn und Korrespondenz mit einem Anwalt. Diese sind lediglich eine beschriebene Seite, gefaltet, an 2 Punkten zugeklebt und dann mit Briefmarke versehen.
    War das zu der Zeit üblich? Da ja in der Nachkriegszeit wenig Geld vorhanden war...

    Desweiteren waren auch noch 2 Briefe (anscheinend von Matrosen ggf. Marine) and Verwandte oder Bekannte aus Indien (1959) und El Salvador(1964) dabei.
    Jeweils 'plakatiert' mit unterschiedlichsten Briefmarken.
    Diese Briefe sind gelocht, ist das dann noch Sammelwürdig?

    Ich hoffe ich habe mich einigermassen verständlich ausgedrückt!
    Für Antworten bedanke ich mich wie immer im Voraus.
    MfG
    Frederik
  • elmue
    Registrierter Benutzer
    • 08.07.2010
    • 560

    #2
    Hallo usen,

    zum einen, was möchtest Du genau wissen, das kommt aus Deinem Thread nicht so genau raus, zum anderen eine Bitte, stell doch einen Scan der Objekte zur Verfügung. Anhand dessen kann man besser Deine Fragen beantworten.
    Zu Deinen Gerichtsbelegen: auch ich habe Belege, von öffentlicher Seite, bestehend aus sehr groben minderwertigem Papier, wo das Blatt nach Beschreiben gefaltet und zusammengeklebt wurde (so, wie Du es beschreibst). Auf dieses Dokument wurde dann die Adresse angebracht und ggfs. frankiert versendet. Man muss sich die damalige Zeit vorstellen, laut meinen Eltern wurden Hausaufgaben auf den Rand von Tageszeitungen gemacht, da es kein Papier zu kaufen gab. Entsprechend rar dürfte das Papier bei Ämtern und anderen öffentlichen Stellen gewesen sein. Not macht erfinderisch, warum dann nicht die Rückseite eines Schriftstückes als "Kouvert" verwenden. Ausserdem hat man auch gleich den Poststempel und ggfs. andere öffentliche Vermerke drauf. Zeig doch mal Deine Belege, ich bin mir sicher, dass man da einiges noch zu sagen, äh chreiben kann.

    Beste Sammlergrüsse

    El Mü

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    • usen
      Registrierter Benutzer
      • 26.04.2010
      • 181

      #3
      Hallo El Mü,
      vielen Dank erstmal zu deiner Antwort.
      Was ich wissen will steht doch eindeutig da: Sind 'beschnittene' Belege (Empfänger ausgeschnitten/Rückseite entfernt) noch Sammelwürdig oder kann ich die Marken getrost ablösen?
      und
      Belege die zum abheften gelocht wurden: Sammelwürdig oder nicht?

      Mit den Bildern das ist so eine Sache, ich habe mir einen neuen PC gekauft und die Scansoftware noch nicht drauf (momentan keine Lust/Zeit dafür) und für Fotos fehlt mir die richtige Lichtquelle (Tageslicht ist rar hier in der Schlucht ).

      Die dritte Frage zur Gerichtspost hast du mir ja schon beantwortet. Zu welchem Zweck diese verschickt wurde kann ich ja auch (auf/in dem Beleg nachlesen).

      Aber ich werde gleich mal mir meinen Deckenleuchten gucken ob ich nicht doch ein paar Fotos hinbekomme.

      Nochmals Danke für deine Reaktion
      MfG
      Frederik

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      • usen
        Registrierter Benutzer
        • 26.04.2010
        • 181

        #4
        Bilder

        Hallo,
        hier sind schonmal Bilder von den gelochten Belegen. Den Rest will ich eigentlich nicht zeigen, da meine Fragen sich ja nicht nur auf diese Belege beziehen sondern eher theoretischer Natur sind.
        Beleg Indien: http://i44.photobucket.com/albums/f7/usen/DSCN2524z.jpg
        Bei diesem Beleg ist auf der Rückseite auch noch eine nicht gestempelte Marke (vermutlich als Siegel missbraucht) angebracht.
        Hier der andere Beleg El Salvador: http://i44.photobucket.com/albums/f7/usen/DSCN2525z.jpg
        Leider kann ich die Bilder momentan nur bedingt bearbeiten, daher habe ich sie hochgeladen und verlinkt.
        MfG
        Frederik

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        • elmue
          Registrierter Benutzer
          • 08.07.2010
          • 560

          #5
          Hallo Frederik,

          die beschnittenen Belege würde ich in jedem Fall belassen, wie sie sind,zeigt es doch, dass sie echt gelaufen sind. Aus dem Gebiet Altdeutschland ist mir bekannt, dass bei Teilabschlägen auf Marken, es interessanter ist, wenn der Stempel auf dem Briefstück dann noch vorhanden ist. Löst man die Marken ab, bleibt nur noch ein Stempelfragment übrig. Dieses kann man nur schlecht zuordnen und ein eventuell teurer Stempel wird somit abgewertet. Leider wurden die Belege auch noch zum Abheften gelocht. Trotzdem würde ich die Belege so erhalten.

          BSG


          El Mü

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          • gründi
            Registrierter Benutzer
            • 17.04.2009
            • 50

            #6
            Hallo,

            ich habe mir auch schon Gedanken über die Lochungen von Belegen gemacht und habe dazu viele verschiedene Meinungen von Sammlerkollegen erfahen. Für manche ist es sammelunwürdig, andere hingegen meinen, eine lochung ist ein Beweis für eine echte Bedarfsverwendung, da man ja früher Briefe/ Karten abgeheftet hat, um sie zu archivieren. Meiner Meinung nach sind Belege mit lochung genauso sammelwürdig wie andere auch.

            Beste Sammlergrüße

            Florian
            Suche zur Zeit Michel (oder andere) Kataloge für Europa.

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            • usen
              Registrierter Benutzer
              • 26.04.2010
              • 181

              #7
              Guten Morgen,
              vielen Dank für eure Meinungen, dann werde ich die Belege so belassen und mir mal Gedanken über die Unterbringung machen.
              @El Mü, die beiden Belege auf den Bildern sind nur gelocht. Die beschnittenen sind weitere Belege aus dem Lot und nicht gelocht.
              Nochmals Danke für eure Mühen!
              MfG
              Frederik

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              • fricke
                Registrierter Benutzer
                • 30.10.2006
                • 1538

                #8
                Ablösen ist für mich immer der allerletzte Schritt.
                Wenn ein Beleg total vergammelt oder zerrissen ist, würde ich ein schönes Briefstück mit vollem Stempelausschnitt herstellen - außer wenn wichtige auf dem Beleg vorhandenen Informationen oder Zusatzstempel oder Vernerke dann verschwinden oder der Beleg sehr selten ist. Ein Briefstück ist immer noch schöner als eine lose Marke.
                Wenn es ein besonders interessanter Beleg ist, kann man den auch reparieren. Einen seltenen Beleg oder gar Unikat sollte man niemals zerschnippeln. Die einfache Reparatur erhöht sicher nicht den Wert aber verbessert die optische Wirkung im Album. Die Löcher von Aktenlochungen lassen sich z.B. sehr sauber verschließen, wenn man aus einem "Abfallbeleg" gleicher Grundfarbe mit dem Locher runde Plättchen gleicher Größe auslocht, das Loch im Beleg mit einem Klebefalz hinterlegt und die Plättchen einklebt. So fallen die Löcher wenigstens nicht mehr auf.
                Ich habe dafür einen ganzen Schuhkarton mit alten Schrott-Belegen, damit ich immer eine (fast) identische Farbe finde.
                Zuletzt geändert von fricke; 11.03.2011, 09:30.

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                • brfmhby
                  Armenien, Batum
                  • 16.09.2005
                  • 1516

                  #9
                  Zitat von gründi
                  Hallo,

                  ich habe mir auch schon Gedanken über die Lochungen von Belegen gemacht und habe dazu viele verschiedene Meinungen von Sammlerkollegen erfahen. Für manche ist es sammelunwürdig, andere hingegen meinen, eine lochung ist ein Beweis für eine echte Bedarfsverwendung, da man ja früher Briefe/ Karten abgeheftet hat, um sie zu archivieren. Meiner Meinung nach sind Belege mit lochung genauso sammelwürdig wie andere auch.

                  Beste Sammlergrüße

                  Florian
                  Man kann sich immer etwas schön reden, aber das geht an der Frage vorbei. Natürlich sind Lochungen eine deutliche Verschlechterung der Qualität des Belegs. Sammeln kann man das trotzdem noch. Das ist wie bei Briefmarken: eine extrem rare Marke wird auch in beschädigtem Zustand gesammelt. Eine Russland Nr. 1 wird ungestempelt auch ohne Gummi niemand wegwerfen.
                  "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

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                  • usen
                    Registrierter Benutzer
                    • 26.04.2010
                    • 181

                    #10
                    Hallo zusammen,
                    vielen Dank auch für die weiteren Meinungen zu diesem Thema.
                    Zitat von fricke
                    ...Einen seltenen Beleg oder gar Unikat sollte man niemals zerschnippeln.
                    Da habe ich aber noch das Problem des erkennens... was für Belege sind selten? Woher weiss ich wann etwas ein Unikat ist? usw...
                    Zitat von fricke
                    ....Die Löcher von Aktenlochungen lassen sich z.B. sehr sauber verschließen, wenn man aus einem "Abfallbeleg" gleicher Grundfarbe mit dem Locher runde Plättchen gleicher Größe auslocht, das Loch im Beleg mit einem Klebefalz hinterlegt und die Plättchen einklebt....
                    Diese Idee finde ich nicht schlecht, auch wenn es bei mir an 'Abfallbelegen' mangelt, werde ich das mal im Hinterkopf halten.

                    MfG
                    Frederik, der Dankbare

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                    • brfmhby
                      Armenien, Batum
                      • 16.09.2005
                      • 1516

                      #11
                      Es gibt Kataloge für Belege. Ansonsten braucht man Literatur und Erfahrung. Belege reparieren sollte man sich überlegen. Es entsteht ein manipulierter Beleg, vulgo Fälschung.
                      "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

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                      • usen
                        Registrierter Benutzer
                        • 26.04.2010
                        • 181

                        #12
                        Ja, das mit den Katalogen ist mir schon bekannt.
                        Aber wie an anderer Stelle schon eingebracht, muss ich mich erstmal für ein Sammelgebiet entscheiden, dann folgt die Spezialliteratur.
                        Danke dennoch für den Hinweis mit der Manipulation. Also nur reparieren um 'Ramschware' für die eigene Sammlung (wie mein vorredner schon sagte) optisch aufzuwerten.
                        MfG
                        Frederik

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                        • brfmhby
                          Armenien, Batum
                          • 16.09.2005
                          • 1516

                          #13
                          Man muss sich dabei klar sein, dass man ein Objekt verfälscht. Genauso kann man auch eine fehlende Ecke oder Zacke einer Marke ergänzen. Z.b. mit Papier aus dem Bogenrand - das ist dann schon mal recht Original-nah. Oder eine Marke ohne Gummi nachgummieren. Glänzt wieder schön, ist aber nicht wirklich echt.
                          "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

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                          • usen
                            Registrierter Benutzer
                            • 26.04.2010
                            • 181

                            #14
                            Wäre eine Nachgummierung denn leicht zu erkennen? Ich meine mal gelesen zu haben dass 'geflickte' Briefmarken mit Prüflampen zu identifizieren sind.
                            Aber geht das bei einer nachgummierung auch so leicht?

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                            • fricke
                              Registrierter Benutzer
                              • 30.10.2006
                              • 1538

                              #15
                              Wenn man nicht selbst schon weiß, was in seinem Sammelgebiet selten ist, gibt es dazu Literatur wie Briefekataloge, Handbücher usw. Als Anfänger geht man am besten zuerst einmal in einen Verein - als Fortgeschrittener in eine Arge. Dort erfährt man sehr schnell was selten oder sogar nur einmal bekannt ist.

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