Fälschungserkennung (Block Nr. 1)

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  • Lars Böttger
    www.arge-belux.de
    • 07.08.2003
    • 8417

    #1

    Fälschungserkennung (Block Nr. 1)

    Der erste Block der Welt stammt aus Luxemburg. Gestempelt gehört er zu den Schlüsselausgaben der Vorkriegsmarken. Bei dieser Fälschung kannte sich der "Produzent" nicht gut in Luxemburger Postgeschichte aus. Die Einschreibezettel wurden 1926 eingeführt und hatten ein ganz anderes Design. Der Stempel auf der Marke ist ebenfalls falsch, es gab ihn so nicht. Die Bezeichnung lautet immer auf -Gare oder -Ville. Die Zahlen der Datumszeile ist auch zu klein. Man kann davon ausgehen, dass der Block ebenfalls falsch ist.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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    Zuletzt geändert von Lars Böttger; 01.02.2008, 08:31.
    www.bdph.de und www.arge-belux.de
  • Claus Wentz

    #2
    Hallo Lars,

    sind diese Stücke denn in größerer Anzahl auf dem Markt? Sonst lohnt der Aufwand doch nicht.

    Viele Grüße
    Claus

    Kommentar

    • Lars Böttger
      www.arge-belux.de
      • 07.08.2003
      • 8417

      #3
      Hallo Claus,

      ein echter Brief dürfte m.E. € 1000 bringen. Deshalb ist der Aufwand für einen Fälscher schon lohnend.

      Beste Sammlergrüsse!

      Lars
      www.bdph.de und www.arge-belux.de

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      • Ulli D.
        Luxemburg-Sammler
        • 07.04.2004
        • 187

        #4
        Einen Block 1 auf Brief für 1.000 EURO bekommen zu können, wäre wohl doch ein ausgesprochenes Schnäppchen. Hier der letzte echt gelaufene Brief, der mir unter die Augen gekommen ist (2003 für 4.500 EURO verkauft).

        Ulli
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        • intellisammler
          Entdecker
          • 27.10.2003
          • 853

          #5
          1. Block der Welt

          Wenn ich mir den Block und die Stempel auf dem Brief ansehe:


          Auf dem Block ist es der 19.12. und auf dem angeblichen Einschreibzettel der 24.12.?

          Da paßt doch was nicht. Wer als Fälscher tätig war, war hier sehr oberflächlich.

          Intellisammler

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          • wuerttemberger
            Württemberg
            • 10.02.2005
            • 606

            #6
            @intellisammler

            Die meisten Fälscher sind sehr oberflächlich... die Mehrzahl ihrer Kunden aber auch!

            Gruß

            wuerttemberger

            Kommentar

            • pasbal
              Registrierter Benutzer
              • 11.09.2008
              • 43

              #7
              Hallo,

              Im Moment gibt es mal wieder eine Reihe von Blocks Nr 1 als Fälschung auf dem Markt.
              Die Fälschungen sind exzellent und sehr schwer zu erkennen.

              Einige dieser Fälschungen tragen unten links den Vermerk "FAUX". Ich habe aber auch schon eine Fälschung gesehen, wo genau an der Stelle eine "Abschürfung" war ... jemand hatte also versucht, das "FAUX" wegzuradieren (ist ihm eigentlich auch ganz gut gelungen).

              Hier ein Bild eines falschen Blocks mit Vermerk "FAUX":
              Angehängte Dateien

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              • pasbal
                Registrierter Benutzer
                • 11.09.2008
                • 43

                #8
                Hier sind einige der Unterschiede, die ich ausgemacht habe (leider nur ein Vergleich zwischen zwei falschen grünen 142 und der schwarzen 143 - ich besitze die 142 nicht - die Platten waren aber anscheinend dieselben):

                - der runde Teil des r verliert beim Original an Breite (läuft spitz aus) - bei der Fälschung bleibt er breit)
                - der erste kleine dreieckige Turm ist bei der Fälschung beschädigt
                - der horizontale Balken des H (von DUCHE) wird bei der Fälschung zur Mitte hin dünner

                Diese Fälschung ist viel besser als jene von der René Müller in seinem Buch spricht!
                Angehängte Dateien

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                • Lars Böttger
                  www.arge-belux.de
                  • 07.08.2003
                  • 8417

                  #9
                  Manipulierter Brief mit Block Nr. 1 bei Gärtner

                  http://www.philasearch.de/de/i_9081_..._Block+1B.html - Einschreibezettel wurden erst 1926 eingeführt, können also auf einem Brief von 1923 nicht vorkommen.

                  Beste Sammlergrüsse!

                  Lars
                  www.bdph.de und www.arge-belux.de

                  Kommentar

                  • Rainer Fuchs
                    Weltenbürger
                    • 02.06.2004
                    • 3782

                    #10
                    Ach ja, Gärtner..., das könnte Bände füllen...
                    Mitglied bei:
                    BDPh, DASV, APS, RPSL (FRSPL), SG-Lateinamerika, India Study Circle, FG Indien, AROS, NTPSC, ONEPS, COPAPHIL etc...

                    Sammelgebiete:

                    Kommentar

                    • ligneN
                      "Schlitzaugenbelege" u.ä.
                      • 23.03.2005
                      • 239

                      #11
                      Zitat von deckelmouk
                      http://www.philasearch.de/de/i_9081_..._Block+1B.html - Einschreibezettel wurden erst 1926 eingeführt, können also auf einem Brief von 1923 nicht vorkommen.

                      Beste Sammlergrüsse!

                      Lars
                      Wer Lux Bl. 1 ohne kompetenten* Befund/Attest (oder ohne entsprechenden Vorbehalt) kauft, ist, äh, unvohrsichdigk

                      Oder hat "ich sach mah" (ex-Kanzler Gerhard S. aus H.) wirklich Ahnung.
                      Dürfte sich aber um eine kleine Minderheit handeln...

                      Wer Lux Bl. 1 ohne kompetenten* Befund/Attest (oder ohne entsprechenden Vorbehalt) in seine Auktion aufnimmt usw. s. o.

                      Aufgrund von supergeheimen Spezialinformationen jedoch scenario:
                      "Die Kosten für Attestbeutelschneiders BPP-usw-"§$%&/( möcht ich mir sparen - sonst kann ich auch zu ner anneren Firma jehn, vastehnse!"
                      "Ich höre und gehorche, ew. Einlieferer Sultan, Massa und Herr!"

                      Obiges Scenario gibts natürlich nur bei Fa. G., ist im übrigen BDB-Reich komplett unbekannt.

                      Ave
                      LigneN

                      *ausschließlich BrmfBrfstlBsl, S*sm*ndo, Peinelt, u. ä.
                      Scio omnia, sed non refert.
                      (Ich weiss alles, aber es ist nicht wichtig.)

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                      • Lars Böttger
                        www.arge-belux.de
                        • 07.08.2003
                        • 8417

                        #12
                        Zitat von 22028
                        Ach ja, Gärtner..., das könnte Bände füllen...
                        @22028:

                        Beim Thema "Luxemburg" hat Gärtner dieses Mal keine schlechte Arbeit abgeliefert. Der überwiegende Teil ist fachlich gut aufgearbeitet. Wenn man will, kann man spätestens beim Thema "Dienstmarken" auf jedes Auktionshaus zeigen. Da lesen die Sachbearbeiter oft nicht einmal den Katalog in dem steht, dass die Dienstmarken erst am 01.07.1875 zur Verwendung kamen. Stempeldaten (und Stempeltypen), die davor liegen, braucht man nicht ernsthaft betrachten.

                        Beste Sammlergrüsse!

                        Lars
                        www.bdph.de und www.arge-belux.de

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                        • heku49
                          Heimatsammler + Luxemburg
                          • 09.06.2006
                          • 1134

                          #13
                          Heute war mal wieder für kurze Zeit Block 1 mit Ersttagsstempel (3.1.1923) auf Ebf-Brief im Angebot. Der Brief trug einen Einschreibzettel der erst am 5. Mai 1926 eingeführt wurden.
                          Ein Hinweis an den Anbieter und ca. 1 Stunde später war das Angebot gelöscht.
                          Auch das kommt bei ebay vor. Über den Verkäufer ist auch schon wiederholt hier positiv geschrieben worden.

                          Gibt es eine Verfügung über die Einführung der E-Zettel 1926?

                          Gruß Helmut

                          Kommentar

                          • heku49
                            Heimatsammler + Luxemburg
                            • 09.06.2006
                            • 1134

                            #14
                            Hier noch das Bild für die Statistiker und Archivare.

                            Gruß Helmut
                            Angehängte Dateien

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                            • Christian E. Geigle
                              BPP-Mitglied
                              • 23.02.2005
                              • 221

                              #15
                              Zitat von deckelmouk
                              @22028:

                              Beim Thema "Luxemburg" hat Gärtner dieses Mal keine schlechte Arbeit abgeliefert.
                              Das mag sein. Aber was ihn geritten hat, massenhaft teure Lose mit Attesten der "Briefmarkenprüfstelle Basel" aufzunehmen, ist mir schleierhaft.

                              Der gestempelte Urdrucksatz des Saarlandes ist ein Paradebeispiel. Die Stempel auf den Marken sind falsch. Außerdem kann es keine Vorsttagsverwendungen bei diesen Marken geben, ebenso kann es aus den ersten Tagen der Gültigkeit keine Satzabstempelungen geben. Das Attest von Herrn Eichele ist völlig falsch (Versehen, Unwissenheit, Dummheit? Wer kann das schon wissen...). Der Satz wurde schon vor Jahren bei der Fa. Hobbyphilatelie in Umkirch angeboten, jetzt sucht die Fa. Gärtner für den Einlieferer einen Dummen, der ein paar tausend Euro zu Fenster rauswirft. Traurig. Ich habe darum gebeten, das Los zurückzuziehen.

                              Christian Geigle, der bei Baseler Attesten zur BPP-Nachprüfung rät.
                              Zuletzt geändert von Christian E. Geigle; 04.06.2010, 12:13.

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