Fälschungen bei eBay & Co.

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Michael Lenke
    Administrator
    • 28.01.2006
    • 6922

    #451
    Wer hat hier eigentlich Handlungsbedarf?

    m.E. sollte langsam mal der BDPh im Kompass für Sammler und anderen Stellen deutlich Stellung beziehen. Derartige Atteste sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Es ist eine richtig tolle Masche, durch bunte Händleratteste Marken aufzuwerten. Befundkopie Schlegel liegt bei - warum nicht das Original, war es garnicht für diese Marken? Der nächste legt Attestkopien aus dem Internet bei. Man muß den Käufern mal klarmachen, dass sowas übelste Verdummung ist.

    Da muß auch mal eine eindeutige Aussage zu den Begriffen "geprüft", "signiert", "Befund", "Attest", "Kurzbefund", "Prüfattest" her. Notfalls muß sich der BDPh Begriffe schützen lassen (bitte nicht der BPP als Eigenschutz).

    Wenn der Begriff "Attest" überhaupt nichts über eine Prüfung aussagt, dann muß der Weg eben zum "Prüfattest" gehen. Solange es aber immer noch lange Diskussionen um philatelistische Begriffsbestimmungen gibt, darf man sich nicht wundern, wenn klevere Verkäufer sich für den Signiert-/Prüfungs-/Attestsektor eigene Regeln machen.

    Mike
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Die Krakauer Aufdrucke von Polen 1919 - mit Schlitzohrparade.
    Prüfer und Experte des Polnischen Philatelistenverbandes (PZF)

    Kommentar

    • 1867
      Registrierter Benutzer
      • 19.03.2004
      • 2054

      #452
      Verkauf ich ja auch nicht als echt ...



      Die Bergedorf Problematik wird es geben, solange es die Marken gibt.
      Klein aber fein!
      ... Literatur spricht viele Bände ...

      Kommentar

      • Cubitus
        Registrierter Benutzer
        • 19.07.2005
        • 225

        #453
        Jeder kann seine Meinung über eine Sache in einem Attest darlegen, kann seinen Fantasiestempel daruntersetzen und einen Rand mit Corelldraw zaubern, dass es nur so funkelt. Es ist nicht verboten.
        In Zusammenhang mit den o.g. Auktionen fällt mir nur ''Murks&Mist'' ein.
        Wer sucht, der findet auch Opfer im EBAY, gar keine Frage.

        Kommentar

        • Bernd HL
          Rollenmarkensüchtiger
          • 12.11.2006
          • 620

          #454
          Mir ist eben eine Auktion aufgefallen, da brauche ich mal Hilfe: Irgendwie sihet der Stempel komisch aus. Oben ist ein Rest mit Buchstaben aa zu sehen, der untere hat für meine Begriffe ein bb. Oder hab ich da nen Knick im Auge? Frage an die DDR-Experten (Ich kenne mich da nicht so gut aus): Ist das normal so in dieser Form? Hier der Link



          Falls jemand meine Zweifel bestätigt, Meldung an watchdog? Dieser Verkäufer hat in letzter Zeit schon mehr falsche Stempel verkauft, siehe Artikel-Nummern
          110051053785,
          110051054663,
          110051065133, die erste abgebildete Marke
          110051066490, zumindest die rechte Marke
          110051071569,Verdacht bei 5, 7, 15, 20 Pf-Marken
          110051080291,
          110051092758, Werte zu 40, 60, 100 Pf
          110051094118
          ...sind Rabattmarken eigentlich Briefmarken???

          Kommentar

          • Michael Lenke
            Administrator
            • 28.01.2006
            • 6922

            #455
            Hallo Bernd,
            wenn Du noch dahinter schreibst, was konkret falsch war, hilfst Du vielen.

            Mike
            PS: Denk dran, dass Du von meinen Spezialgebieten auch keine Ahnung hast.
            Wehr fähler findet, daf si behaltn.
            Die Krakauer Aufdrucke von Polen 1919 - mit Schlitzohrparade.
            Prüfer und Experte des Polnischen Philatelistenverbandes (PZF)

            Kommentar

            • Bernd HL
              Rollenmarkensüchtiger
              • 12.11.2006
              • 620

              #456
              Da hat mir mein Kopieren aus der word-Datei einen Streich gespielt , hier die kompletten Daten:

              110051053785, den Stempel dürfte es da noch nicht gegeben haben.
              110051054663, dieser Stempel wurde einem Bekannten von mir als Falsch geprüft
              110051065133, die erste abgebildete Marke, Postleitzahl viel zu klein
              110051066490, zumindest die rechte Marke, PLZ zu klein, 1959 gab es diesen Stempeltyp noch nicht
              110051071569,Verdacht bei 5, 7, 15, 20 Pf-Marken, Stempel zu klein, Datum zu klein
              110051080291, Datumszeile zu klein
              110051092758, Werte zu 40, 60, 100 Pf, Datumszeile zu klein und Berlin NW ***
              110051094118, Stempeltyp (1) Berlin NW 108 gab es zu der Zeit nicht mehr, Datumszeile zu klein

              Ich hoffe, dieses Mal klappt es mit der ganzen Kopie. Beim Nachschauen habe ich festgestellt, dass das letzte Angebot nicht mehr aufzurufen ist, aus welchen Gründen auch immer.

              Aber ich bitte bitte auch um Antwort auf meine obige Frage mit dem DDR-Stempel, wie geschrieben, oben im kleinen Fragment Buchstaben aa und im grossen stempel bb?
              ...sind Rabattmarken eigentlich Briefmarken???

              Kommentar

              • Michael Lenke
                Administrator
                • 28.01.2006
                • 6922

                #457
                Hallo Bernd,
                ich muß noch mal nachkarten, "dürfte es da noch nicht gegeben haben" ist leider zu dünn. Wenn wir schwarze Schafe anschießen wollen, dann gibt es das Wort "dürfte" nicht. "Ja" oder "Nein" ist angesagt, ein "vielleicht" falsch hilft nichts.

                Mike
                PS: Du bist auch nicht "es dürfte ca." 23 KM/H zu schnell gewesen.

                Mike
                Wehr fähler findet, daf si behaltn.
                Die Krakauer Aufdrucke von Polen 1919 - mit Schlitzohrparade.
                Prüfer und Experte des Polnischen Philatelistenverbandes (PZF)

                Kommentar

                • Lars Böttger
                  www.arge-belux.de
                  • 07.08.2003
                  • 8417

                  #458
                  Falschstempel aus der blümschen Werkstatt

                  Der im folgenden abgebildete Block 1 von Berlin hat einen Stempel, der den blümschen Machwerken sehr ähnlich sieht. Auch der Prüfstempel auf der Rückseite sagt m.E. nichts über die Echtheit aus. Wie ist Eure Meinung dazu? Wundern würde es mich eigentlich nicht, wenn es noch mehr Falschstempel gibt.

                  Beste Sammlergrüsse!

                  Lars
                  Angehängte Dateien
                  Zuletzt geändert von Lars Böttger; 23.11.2006, 21:19.
                  www.bdph.de und www.arge-belux.de

                  Kommentar

                  • Bernd HL
                    Rollenmarkensüchtiger
                    • 12.11.2006
                    • 620

                    #459
                    @Aleks

                    Nein, ich bin Beamter und fahre immer zu langsam

                    Nun mal ernsthaft: Mir liegt eine Heuss Lumogen von Darmstadt 2 von Ende 61 vor, die noch den alten Stempeltyp aufweist. Diese hier abgebildete Heuss III hat aber schon den neuen Stempeltyp, Datum 1.8.60. Ich habe auch meine Dubletten durchgesehen und meine ersten neuen Stempel mit der PLZ unten fangen alle erst Ende 61 an. Bislang habe ich auch noch keine genaue Quelle gefunden, die den ersten Einsatztag der neuen PLZ-unten-Stempel nennt. Daher auch mein dürftiges "dürfte", ich will nichts falsches behaupten, was mir nachher durch entsprechende mir verborgene Literaturhinweise widerlegt wird.

                    Also noch ein Aufruf: Wer hat Ahnung, wo man genaue Angaben über den ersten/frühen Einsatz der Stempel PLZ unten findet? Danke für jeden Hinweis!
                    ...sind Rabattmarken eigentlich Briefmarken???

                    Kommentar

                    • Dietemann
                      Alles von Eschwege
                      • 10.08.2005
                      • 436

                      #460
                      Wikipedia

                      Es git verschideni Meinige dorüber, ob d'Leitgebiitszahle e Erfolg gsi sin oder nit. Fest stot, dass in dr 1950er Johre u.a. ufgrund vu dr Automatisierig vum Briefdienstes e Yberarbeitig vu er Postleitzahle erforderlich worre isch. Am 23. März 1962 isch under Postminister Richard Stücklen die nöi, viirstellig Postleitzahl igfüehrt worre. Bereits am 3. November 1961 sin sälli im Amtsblatt vum Minister fer Post- un Fernmeldewäse Nr. 126 bechannt gä worre. S'Verkehrsgebiet isch no in 7 Leitzone underdeilt gsi, sälli wiiderum in bis zue 10 Leitrüm, jeder Leitruum in bis zue 10 Leitberiiche. Die viirt Stell het dr Postort agä.

                      aus:http://als.wikipedia.org/wiki/Postleitzahl

                      keine Ahnung, warum der alemannische Text ausführlicher ist als der Hochdeutsche. Laut lesen hilft beim Verstehen.
                      Und als Übersetzungshilfe: gsi meint gwä (alles klar? )
                      Zuletzt geändert von Dietemann; 24.11.2006, 16:50.

                      Kommentar

                      • 1867
                        Registrierter Benutzer
                        • 19.03.2004
                        • 2054

                        #461
                        weia weia ...
                        ... Literatur spricht viele Bände ...

                        Kommentar

                        • abrixas
                          Extra Bavariam nulla vita
                          • 08.09.2004
                          • 1839

                          #462
                          Wider besseres Wissen / Warnungen ignoriert!

                          Nur zum Vergleich!
                          Mehr kann man dazu nicht sagen! Ich bin sprachlos!





                          mdDiJ!

                          Kommentar

                          • usul3
                            Island und Russland,UdSSR
                            • 08.08.2006
                            • 182

                            #463
                            Man kann dem Verkäufer nur gratulieren. Knapp 80 Euronen für eine Fälschung, diese so klariert, alles in Ordnung. Ich glaube, da haben einige Leute zu viel Geld!

                            Kommentar

                            • bayern klassisch
                              Registrierter Benutzer
                              • 20.10.2005
                              • 2027

                              #464
                              @ abrixas

                              die gründe für derartige käufe(r) sind mir klar, auch wenn ich die beteiligten bieter vermutlich gar nicht kenne: man könnte dann immerhin sagen, dass man auch eine halbierung der bayerischen kreuzerzeit in seiner sammlung hat. das ist für weniger als 100 euro ein klares schnäppchen, denn im sem werden diese - falls echt - ja mit dem zigfachen preis bewertet. man lässt diese "traumstücke" auch niemals prüfen, denn man will ja die gewissheit haben, dass sie vielleicht doch echt sein könnten, und eine negative prüfung würde diesen traum ja schnell zerstören. so delektiert man sich an mehreren tausend euro katalogwert, die nur in den sternen stehen. der fälscher gab nur wenige cent aus und investierte vielleicht ein paar minuten für seine plagiate. der reingewinn jedoch ist enorm.
                              solange es menschliche schwächen dieser art gibt, solange werden betrüger und selbstbetrüger solche sachen herstellen bzw. gerne kaufen.

                              dies bedauert in beiderlei hinsicht bayern klassisch
                              Beatus ille, qui procul negotiis

                              Kommentar

                              • Universum
                                Aerophilatelie
                                • 24.03.2005
                                • 862

                                #465
                                Zitat von usul3
                                Man kann dem Verkäufer nur gratulieren. Knapp 80 Euronen für eine Fälschung, diese so klariert, alles in Ordnung. Ich glaube, da haben einige Leute zu viel Geld!
                                Mich würde es nicht wundern,wenn der Käufer sich wohl bewusst war,was er da gekauft hat,um dann später auf einer anderen Auktion z.B. im Ausland Unwissende über den Tisch zu ziehen--nur eine Vermutung!

                                Kommentar

                                Lädt...