Ansichtskarten und Edeldruckverfahren in monochrom und mehrfarbig
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"Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem." -
Hallo Rein,
werden Raster allgemein über [ Farbe, Winkel, Rasterfrequenz ] angegeben?
Das oben gezeigte Bild #105 wäre dann [Schwarz, 45°, 7 Linien/mm] oder alternativ [Schwarz, 0°, 5 Linien/mm]?
In Beitrag #102 fragst Du nach der Abmessung Punkte/mm
... Waagerecht oder senkrecht 5.5 Punkt/mm => Raster 80 ; 4.5 => Raster 60 ...
... 7 Punkte diagonal = 5 Punkte waagerecht/senkrecht d.h. R70 ...
Die Druckflächen sollten nicht zu klein sein, stimmt das so?
Gute Nacht, Gabi"bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."Kommentar
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Das oben gezeigte Bild #105 wäre dann [Schwarz, 45°, 7 Linien/mm]
Buchdruck kan noch feinere Raster haben!"Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."Kommentar
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Hallo Rein,
danke
Waren 80 Linien/cm beim Buchdruck die feinste Auflösung?
Und werden die Linien bei allen Druckarten diagonal gezählt?
Viele Grüße, Gabi"bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."Kommentar
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Hallo,
verlassen wir mal die Raster und kehren zurück zum ursprünglichen Thema: Edeldrucke und Ansichtskarten in der Philokartie.
Da habe ich als gutes Beispiel eine Radierung um 1939 von Fritz Otto Goy:
Edeldruck:
Ist die Radierung als Kupferstich ausgeführt und per Rakeltiefdruck vervielfältigt worden?
Philokartie:
Angeblich gibt es 18 Goy-Motive, bisher konnte ich im Netz nur 16 entdecken ...
Thema: Hannoversche Baudenkmäler
Druckerei: Verlagsgesellschaft Land und Garten A. Madsack & Co., Hannover
Eine zweite (?) Kartenauflage gab es ab den 50er-Nummern in gräulich, die ersten waren bräunlich.
Bei den ersten Karten gibt es außer der Kartennummer keine weiteren Angaben.
Die zweite (?) Auflage gibt auf der Rückseite kurze Informationen zum Motiv an.
Ich habe versucht, die Motive einer Strasse und Hausnummer zuzuordnen. Das ist aber schon schwierig
Im Netz gibt es auch alte Stadtpläne von Hannover ..., mal sehen, ob ich damit weiter komme ...
Irgendwie sind diese Karten (momentan ?) kaum verwendet zu finden.
Viele Grüße, Gabi"bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."Kommentar
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Hallo,
jetzt bin ich wieder bei den DRUCK-Begriffen angelangt
Wieso werden auch fotografische Kontaktkopien als "... druck" bezeichnet?
Z.B. der Gummi- oder Pigmentdruck, das ist doch ein fotografisches Positivverfahren, bei dem per Kontaktrahmen einfach nur ein Abzug von einem Negativ hergestellt wird.
Die Farbträger werden im Chromgelatineverfahren eingelagert, belichtet, entwickelt und fixiert.
Dazu wird keine "Druckplatte", keine "Druckfarbe" und keine "Druckmaschine" benötigt ... (siehe Beitrag #5)
Deshalb möchte ich nochmal auf meine Frage aus Beitrag #37 zurückkommen:
... Hoffentlich betrachte ich das richtig: das fotografische Negativ ist gleichzeitig die "Druckform (bzw. Druckplatte)" für alle Ergebnisse, die durch (Tages-)Lichteinwirkung abgebildet werden können? ...
Viele Grüße, Gabi"bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."Kommentar
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Fotografische Kontaktkopien sind KEIN Druck!"Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."Kommentar
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Hallo Rein,
dann müssen EDELDRUCKVERFAHREN in Edel-Druck und Edel-Fotografie getrennt werden?
Welches sind die "echten" Edel-Druck-Verfahren?
Sind das nur die Verfahren mit Druckfarbe (Farbwalze) in einer Druckmaschine?
Lithographie und Lichtdruck werden mit Druckmaschinen vervielfältigt.
Die Druckform für die Lithographie wurde in der Werkstatt (Atelier) angefertigt.
Die Druckform für den Lichtdruck wurde in der Dunkelkammer (Fotolabor) angefertigt.
Ist der Bromsilberdruck (Rotationsfotografie, siehe Beitrag #14) auch kein Druckverfahren?
Viele Grüße, Gabi
P.S.: Wo hört Fotografie auf, wo fängt Druck an?"bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."Kommentar
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Gabi,
Die Entstehungsgeschichte ist eine Sache wobei Fotografie eine grosse Rolle spielt, aber das Endresultat zählt!
D.h. das Verfahren hat mehrere Stadien welche berückseitigt werden sollen, aber am letzten Ende haben wir eine Karte - gedruckt oder nicht - in unsere Hände ...
Gruss, Rein"Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."Kommentar
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Zitat von Reingedruckt oder nicht
"gedruckt oder nicht" sagt ja nix.
Aber wo kann man dieses Wissen dazu heraussuchen?
Ich weiß (noch) nichts darüber, aber vielleicht gab es auch damals welche Fototechnische Möglichkeiten, die bei Vervielfältigung dann mechanisch wie die Fotos "ausgedruckt" haben?
Entwicklung und Druck ist doch nicht dasselbe!
Es gibt heute auch Spezialdrucker, die die FOTOS AUSDRUCKEN und somit DRUCKEN, auch wenn das als Foto gilt und für Pass verwendet werden kann.
Daher sehr oberflächlich betrachtet scheint Gabis-PS-Frage eigentlich doch einfach zu sein. Aber eben nur sehr oberflächlich betrachtet. Man kommt schon in manchen Punkten zu dem Ernst solcher Frage, wo es dann um genaue Definitionen und Beschreibungen ankommt.
Ich finde es schade (weil das fast verlorenes Wissen ist), dass heute nicht in jedem Staat (besonders hier in EU) ein Buch gibt, welches das alles genau beschreiben würde.
Beste GrüßeKommentar
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Hallo,
@Rein, es geht mir nicht darum, wahllos Postkartenbilder zu betrachten, egal wie die hergestellt wurden.
Das finde ich auch vor diversen Rastern sehr interessant
@Jurek, danke. Es geht wirklich darum, was als "Maschinen-Druck" betrachtet wird und was ein fotografisches Positiv von einem fotografischen Negativ ist.
Gehen wir mal zum Anfang der Fotografie zurück. Schon vor der Daguerrotypie (1839) gab es den Salzdruck (1802).
Dafür wurde ein Papier mit Kochsalzlösung getränkt und danach getrocknet. Anschließend wurde das Papier mit Silbernitratlösung getränkt.
Dadurch entstand lichtempfindliches Chlorsilberpapier.
Mit diesem Papier konnten negative, seitenverkehrte Fotogramme (Kontaktkopien von z.B. Blüten und Blättern) entstehen.
Die Talbotypie ab ca. 1840 war dann das erste Negativ-Positiv-Verfahren. Dazu wurde ein Fotogramm in heißes Wachs getaucht, wurde also durchscheinend.
Legte man dieses gewachste Fotogramm wieder auf Chlorsilberpapier, entstand durch Belichtung ein Positivbild.
Damit war das Fotogramm-Negativ immer noch ein Unikat. Allerdings konnten jetzt "endlos viele" Fotogramm-Positive produziert werden.
Ein Durch-und-Durch fotografisches Verfahren!
Jetzt bekam ein Lithograph so ein Fotogramm-Positiv in die Finger und dachte "Ach das ist ja hübsch, jetzt fehlen nur noch Farben ..."
Und dann fing der Lithograph an, SW-Fotogramm-Positive mit Lithofarben zu bedrucken ...
Vielleicht nur eine fiktive Geschichte, vielleicht war da mal was, vielleicht stimmt das sogar?
Wie Jurek vorher schon schrieb:
... Daher sehr oberflächlich betrachtet scheint Gabis-PS-Frage eigentlich doch einfach zu sein. Aber eben nur sehr oberflächlich betrachtet. Man kommt schon in manchen Punkten zu dem Ernst solcher Frage, wo es dann um genaue Definitionen und Beschreibungen ankommt ...
@Jurek, es gab zumindest den Bosco-Automat und den BromsilberdruckZuletzt geändert von kartendruck; 10.04.2017, 16:13."bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."Kommentar
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Mal nur so allgemein zum Thema FOTOGRAFIE:
Die Wissenschaft weiß es selber nicht genau, wer und wann wirklich das erste Foto gemacht hat. (Offiziell ist klar was heute allgemein gilt, aber inoffiziell).
Denn wenn man sich so manche Dokus im TV ansieht (jetzt dann besonders auch zu Osternzeit), dann meinen welche WISSENSCHAFTLER (!), dass schon einst der Leonardo da Vinci hatte mit einer Camera obscura das Bild des Turiner Grabtuchs gemacht (abfotografiert). Dazu wurde erklärt wie das theoretisch gemacht sein konnte, mit Bromsilbergetränktes Tuch lange belichtet, mit inkl. Ammoniakhaltigen Fixierer aus Urin und weiß der Kuckuck was noch alles behandelt. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern…
Das ist nur eine ernstgemeinte "Anekdote" (oder Theorie), wo man auch heute in hohen Kreisen darüber rätselt, wie manche Bilder auf die Bildträger raufgekommen sind.
Man kann sich auch fragen, was wirklich ein FOTO ist und wie wird dieses gemacht?
Vor 20 Jahren… war mal ein Abenteuer wenn man zum Fotografen ging. Diese Bilder hat man in paar Tagen bekommen, denn da musste erst der Film belichtet und entwickelt werden etc., etc., und nach den ganzen Prozedere mit Vergrößerungen und Chemikalien im Dunkelkammer und so, ist erst das Foto draus geworden……
Ja, das war vor einem Vierteljahrhundert so, also noch im vorigen Jahrtausend.
Aber HEUTE ist FOTO wieder ganz was anderes. Innerhalb von 10-15 Min gibt es Passfotos, die absolut nichts mehr mit den Klassikern zu tun haben. Diese werden auch nicht entwickelt sondern eben GEDRUCKT.
Auch das hätte gewisse Vorläufer in der Frühzeit. Einst eben war die Rotationsfotografie eben der Bromsilberdruck, auch wenn das noch anders abgelaufen ist als heute mit dem DRUCK.
DRUCK muss nicht immer wirklich ein Druck mit einer klassischen Druckmaschine sein, oder?
Als Beispiel Lithographie. Das gab es sowohl maschinell aber auch als echte Knochen-Handarbeit. Klar, mit Farbe/n, das andere eben mit Bromsilber, Belichtung=(denke an Odr.-Herstellung), Entwickler und Fixierer. Alles ist relativ und aus der Sicht des Betrachters zu bewerten. Dazu braucht man auch ein Stück Phantasie.
Beste Grüße!Kommentar
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Hallo,
wollen wir mal Wortursprünge zusammenkoppeln?
Camera obscura (lat.) heißt dunkle Kammer.
Maler verwendeten sie als transportables Zelt um Orinalansichten nachzuzeichnen.
Also kam nach Bearbeitung und Herstellung des Künstlers aus der "dunklen Kammer" schlussendlich ein gemaltes Bild.
Um den Künstleraufwand zu verringern, entstanden Kameras und die Fotografie aufgrund lichtempfindlicher Chemikalien.
Ein Bild konnte mit einer Kamera festgehalten werden.
Die Bearbeitung und Herstellung durch den Fotografen erfolgte in der "Dunkelkammer", nun entstand ein chemisches Bild.
Die elektronischen Medien benötigen Programme um zu arbeiten. Was die Programme genau tun, wissen nur deren Programmierer.
Für alle anderen sind z.B. Bildbearbeitungsprogramme eine "black box".
Die liefert nach Bearbeitung und Herstellung durch den Programmierer auch nur ein digitales Bild.
Wenn nun noch das "Scriptorium" als helle Kammer betrachtet wird, haben wir auch Texte zu den Bildern
So gesehen geht es nur um (unique = einzigartige) Bild- und Textdarstellung und deren Vervielfältigung (Reproduktion) ...
Nach den bisherigen Betrachtungen komme ich persönlich zu dem Schluss, dass auch ein Fotoabzug ein "Druck" ist, die Vervielfältigung einer Abbildung.
Jede Druck- oder Vervielfältigungstechnik hat ihre eigene Bildwirkung. Dazu noch ein digitales Beispielbild:
Viele Grüße, Gabi"bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."Kommentar
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Gabi,
Digital printing / digitale "Druck" ist kein Druck, es gibt ja gar keine Druckplatte/Druckwalze, gar nichts, nur was du auf deinen "Harte Platte" hast.
Was hier geschrieben ist in diese Postings kannst du "drucken"
Gruss, Rein
PS
Es ist kein Scherz!"Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."Kommentar
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Hallo Rein,
Postkarten, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Gebrauchsanleitungen, Landkarten, Eintrittskarten, Werbeprospekte ...
das sind doch alles keine "Druckwerke" mehr, sondern Massenprodukte mit Hilfe digitaler Speichermedien hergestellt ...
Sind Maschinen für den digitalen Offset ein Beweis dafür, dass es sich um "Druckwerke" handelt?
Was ist, wenn ich solche "Druckwerke" online lese oder privat ausdrucke?
Wie willst Du die Druckepochen einteilen?
Zeit der mechanischen Maschinen mit
-manuell gefertigter Druckplatte
-chemisch gefertigter Druckplatte
-elektrochemisch (galvanisch) gefertigter Druckplatte
-digital gefertigter Druckplatte
Naja, und mit dem 3D-Drucker kanst Du Dir vielleicht bald Deinen persönlich nährwertoptimierten Hamburger ausdrucken ...
Sparsamere Geister drucken sich ein Blatt persönlich nährwertoptimiertes Esspapier aus, mit aufgedruckter Zeichnung aus Speisefarbe
Viele Grüße, Gabi"bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."Kommentar
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