Fälschungen bei eBay & Co.

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  • Fehldruck
    Registrierter Benutzer
    • 30.05.2004
    • 3826

    #16
    @erstlesen Danke für die weitere Erklärung zum Gummi.

    Da die Wellung beim zweiten Satz nicht vorhanden ist und das Gummi echter aussieht, liegt dann der Verdacht nahe, daß nur die Falzanhaftungsstellen nachgummiert worden?

    Fehldruck

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    • Juergen Kraft
      Registrierter Benutzer
      • 30.11.2005
      • 1747

      #17
      Entfalzung

      Zitat von Fehldruck
      @erstlesen Danke für die weitere Erklärung zum Gummi.

      Da die Wellung beim zweiten Satz nicht vorhanden ist und das Gummi echter aussieht, liegt dann der Verdacht nahe, daß nur die Falzanhaftungsstellen nachgummiert worden?

      Fehldruck
      Ja, aber nicht unbedingt nachgummiert. Nur teilweise aufgefüllt oder nicht einmal das.

      Zum Thema Entfalzung. Es gibt verschiedene Methoden. Hier zwei Methoden, die jeder der Spaß daran hat, nachmachen kann. Einfach mit billigen Infla-Falzmarken üben.

      1. Größere und höhere Tupperdose in der Mitte mit einem Plastikgitter (auf Füße stellen, z. B. leere Filmdosen) ausstatten. Ähnlich einer Keimdose für Sojakeime. Weit unter dem Gitter einen gut ausgedrückten, aber vorher nassen Schwamm einlegen. Auf das Gitter die Marke mit Falz legen. Dose schließen. Nach einiger Zeit, abhängig von Temperatur und Feuchte, versucht 15 Minuten, 20 Minuten, ist der Gummi weich und man kann den Falz vorsichtig abziehen. Wie man die klebrige Marke von der Pinzette bekommt verrate ich nicht. Das ist eine alte, brutale Methode, die Flecke hinterläßt. Bleibt die Marke zu lange drin, ist das Ergebnis schlechter, als komplett falsch gummiert.

      2. Glasfaserradierer kaufen. Aus fester Folie eine Schablone mit Loch in Falzgröße schneiden. Durch die Schablone Falz anradieren. Splittern erste Teile ab, Gummiseite soweit anhauchen, dass der Falz sich etwas anhebt. Neue Schablone machen usw., bis der Falz weg ist. Nicht zu fest radieren. Durch das letzte hauchen, schließen sich die Kratzspuren. Es gibt Könner und auch geeignete Marken, da sieht man nur als Experte noch etwas. Bitte nur mit billigen Marken testen. Anfängern fliegt beim Einatmen gerne die Marke in den Mund! Erstickungsgefahr! Naja, nicht ganz, aber wenn der Gummi am Zäpfchen klebt ist das ganz schön unangenehm. Ihr seht also, fälschen ist gefährlich!

      Nach Methode 1 oder 2, Gummifehlstellen mit entsprechend eingefärbtem Gummi Arabicum ausbessern, gibt es im Schreibwarenladen. Übergangsstellen mit dem Glasfaserradierer vorsichtig glätten. Das ist Handwerksarbeit, die nicht jeder erlernen kann und die Zeit und Übung erfordert.

      Bei beiden Methoden sind die Marken hinterher sehr krumm. Glätten mit einer glatten Pinzette. Zwischen Pinzette und Marke eine Pergamintüte legen, sonst bekommt die Marke Glanzspuren.

      Es gibt natürlich noch feinere Methoden und Tricks verschiedener Restauratoren.

      Wer ein Stück gut hinbekommen hat, weiß wie mißtrauisch man sein muß. Bitte keine Anfragen für Reparaturen an mich senden :-)

      Viele Grüße
      Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Tenerife-Sur - Spanien
      Projekt Stempeldatenbank, Stampswiki, Linkdatenbank
      Mitglied BDPH, AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

      Kommentar

      • brfmhby
        Armenien, Batum
        • 16.09.2005
        • 1516

        #18
        hier zwei bereits abgelaufenen (eben erst gefunden) beispiele mit fälschungen. hat mich etwas erschüttert. der verkäufer bietet fast nur raritäten und bessere marken an und diese fälschungen sind recht leicht zu sehen...


        die untersten 2 marken sind falsch (fehlende kuller, linien unsauber):



        auch hier ist die 45 marka und weitere falsch:




        zwecks referenz: http://home.no.net/bhb2/ee-f41e.htm

        gruß
        b.
        Zuletzt geändert von brfmhby; 18.08.2006, 14:02.
        "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

        Kommentar

        • Philex
          Registrierter Benutzer
          • 27.06.2003
          • 66

          #19
          @ erstlesen

          Herzlichen Dank für Ihre Antwort i. S. Nachgummierungen.

          Leider wird seitens des BDPh zu wenig praktische Aufklärungsarbeit in dieser Sache gemacht. Täusche ich mich da? Oder gab es mal Seminare, Workshops oder Kurse, in denen man sich die Erkennungsmerkmale aneignen konnte?

          Kommentar

          • levélbélyeg
            Ungarn+Schwed. / Bund+DDR
            • 30.07.2006
            • 90

            #20
            Generelles zum Thema Entfalzen

            Hallo zusammen,

            hier nun nur bei gestempelten Marken: wie steht ihr generell zum Thema Entfalzen?

            Ich entfalze die gestempelten, gefalzten eigentlich meistens, zumindest diejenigen, die ins Album wandern. Einerseits bleiben so auch bei fächerartigem Stecken der Marken zu Aufbewahrungszwecken nie andere Marken hängen, andererseits ist wiederum ein Klebstoff weniger in dauerhafter Berührung der Marke und man erkennt dünne Stellen, die mit einem Falz evtl. kaschiert worden sind, natürlich erheblich einfacher.

            Ergänzung: im Übrigen könnte ich heute noch einige Sammler dafür meucheln, dass sie mit Kopierstift irgendwelche Katalognummern auf den Marken verewigen. Bei ausreichender Feuchtigkeit in Alben vorangegangener Besitzer verfärbt sich der Kopierstift meist recht "hübsch" violettblau. Habe gerade ein ganzes Lot alter Ungarn "Briefe mit Wertziffer", die leider auf Grund dieser Unsitte für nicht mehr taugen als noch zu Farbvergleichen (der Marke, nicht Kopierstiftes) zu dienen.

            Thread verlagert (fups bitte hier posten): http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=201
            Zuletzt geändert von levélbélyeg; 20.08.2006, 12:05.
            Grüsse
            levélbélyeg --+[ Hauptgebiete: Ungarn und Schweden | Nebengebiete: Bund und DDR ]+--

            Kommentar

            • reichswolf
              Registrierter Benutzer
              • 22.06.2006
              • 776

              #21
              @levélbélyeg:
              hier nun nur bei gestempelten Marken: wie steht ihr generell zum Thema Entfalzen?
              Bei gestempelten Marken verfahre ich genau wie du, und ungebrauchte Marken mit Falz habe ich bisher noch keine in meine Sammlung aufgenommen. Generell würde ich das aber schon tun, wenn der Preisunterschied zu postfrisch zu groß ist .
              Beste Grüße
              vom reichswolf

              Kommentar

              • Alfred Bulenz
                Registrierter Benutzer
                • 12.06.2003
                • 954

                #22
                ...und von mir:
                Lt. Umfrage im Forum ist die Mehrzahl der Mitglieder Erwachsen (= > 18) - also sollten wir uns auch so benehmen. Der Ruf nach "Mod" hat bei mir einen faden Geschmack!

                Was den besagten "Anleitungsartikel" betrifft: Wenn der hier nicht steht - dann steht er woanders! Hat aber den Vorteil, dass nun nicht nur jeder weis wies gehen KANN, sondern auch wie höllisch man aufpassen muss.

                Weiterhin wird ja Fälschung oft gerne als "Restauration" bezeichnet - die Grenze ist da fliessend..Der berühmte Witz: "an unserer Steinzeitaxt wurde der Stiel erst 10 mal und das Beil erst 20 mal ersetzt - sonst ist alles Original" solte zu denken geben!
                ...wir bringens rüber

                Kommentar

                • brfmhby
                  Armenien, Batum
                  • 16.09.2005
                  • 1516

                  #23
                  Klar kann man das diskutieren, ob man Informationen über Techniken der Reperateure/Fälscher veröffentlicht. Aber bitte sachlich. Ich habe bei eBay mal ein Buch zur Restauration von Marken erstanden (von einem Händler aus Deutschland, da muss man nicht in die USA). Dort wurde u.a. die Methode mit der Dose und dem Schwamm sehr genau beschrieben, inkl. Bild. Nach dem Lesen dieses Absatzes sind mir sofort 3 Marken eingefallen, die mir schon seit langem verdächtig waren. Der Gummi der Rückseite war wie leicht verschwommen, als ob der kurz flüssig geworden war. Nun ist mir klar, wie das entstanden ist.

                  Ob jemand nun seine Marken sehr vorsichtig entfalzt, oder den Falz dran lässt, Technik A oder B anwendet ist m.E. ganz alleine seine Entscheidung. Wir verhaften ja auch nicht die Restauratoren der alten Gemälde nach einem guten Job.

                  Etwas ganz anderes ist es, reparierte Marken als einwandfrei anzubieten (egal wo: Privat, eBay, Briefmarkenladen, Auktionshaus, etc.).

                  Etwas anderes:

                  Ich habe einen eBay Händler angeschrieben, der Armenien Überdruck (Handstempel) Marken anbietet (nicht die Marke aus dem anderen Thread, sondern die "üblichen"). Er bewirbt sich selbst als Mitglied des Sammlerverbandes als auch des Händlerverbandes (in dem Falle USA aber egal), beschreibt sich als top seriöser Händler. Meine Frage war: "Garantieren Sie, dass die Überdrucke echt sind?". Hintergrund: weit über 50% der Marken am Markt sind gefälscht, aber viele Händler legen Preise so fest, das man annehmen muss sie orientieren sich am Wert der echten Marken.
                  Seine Antwort kurz und knackig: "Wir geben ja 2 Wochen Rückgaberecht."
                  Ich finde da stehe ich als Käufer im Regen. Es gibt, meines Wissens nach, keinen Prüfer (weltweit) für diese Marken (Herr Ceresa ist aus Altersgründen nicht mehr so einfach erreichbar). Auch Experten sind nicht greifbar (siehe mein andere Thread). Vielleicht in Russland, aber da habe ich ein Sprachproblem.
                  Sicher ist das für ganz viele andere Gebiete anders. Es gibt Prüfer und Experten, Argen etc. Aber schickt ihr jede Marken sofort zum Prüfer?

                  Ich habe den Eindruck, dass die überwiegende Mehrheit der Händler/Verkäufer in eBay so vorgeht. Nur ganz wenige halten es für nötig, teure (und/oder) fälschungsgefährdete Marken geprüft anzubieten.

                  Ich finde, hier tragen die Käufer alleine das Risiko, das ist nicht fair. Mein Vorschlag: Alle ungeprüften, fälschunsgefährdeten Marken müssen als "möglicherweise falsch" beschrieben werden (obligatorisch!).


                  gruß
                  b.
                  "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

                  Kommentar

                  • usul3
                    Island und Russland,UdSSR
                    • 08.08.2006
                    • 182

                    #24
                    Bei einem Angebot mit der Notiz "möglicherweise falsch" würde kaum noch jemand auf die Marken bieten, kein Verkäufer würde das tun, wenn er nicht genau weiss, daß die Marken auf jeden Fall falsch sind, dann gibt es noch die Verkäufer, die von BM keinen Schimmer haben und mit den Symbolen im Michel nix anfangen können. Und eine Bezeichnung "möglicherweise falsch" würde den Wert einer echten Marke ruinieren. Eine Notiz "ungeprüft" trifft den Zustand der ungeprüften Marken besser und führt zu keiner Vorverurteilung der Marken.

                    Kommentar

                    • SwieS
                      Registrierter Benutzer
                      • 13.08.2006
                      • 78

                      #25
                      Sehr geehrter brfmhby
                      Zu Ihrem Posting meine bescheidene Meinung.
                      Wie sollte der Händler Ihnen garantieren können,daß diese Marken ( Aufdruckmarken !!) echt sind ? Wie Sie schon sagen,gibt es weltweit keinen Prüfer dafür !? Auch kann man doch nicht jede Marke zum Prüfen senden.
                      Ich denke,er gibt Ihnen ( als Experten dieses Gebietes) 14 Tage Rückgaberecht.Das ist zwar rechtlich nicht ganz richtig ( im Internet seit neuestem 4 Wochen !) aber dann können Sie doch als Experte mit wahrscheinlich vorhandenem Vergleichsmaterial sich die Marken/Aufdrucke doch gaaaaanz ruhig und gelassen ansehen von hinten bis vorne,sie evtl durch Scans in diversen Foren von anderen Sammlern noch begutachten lassen usw usw.
                      Er hätte vielleicht eine etwas differenziertere Antwort geben können.Aber ansonsten verhält er sich doch m. E. nach korrekt !
                      Und ! > alles was nicht geprüft ist > möglicherweise falsch !??? beschreiben !
                      Sie haben im Internet wie auch überall nicht immer den FACHHÄNDLER vor sich ! Viele Private Verkäufer,Gelegenheitsverkäufer usw. > wer soll immer wissen,was fälschungsgefärdet ist ? Viele Verkäufer besitzen ja nicht einmal die Kataloge für die Marken,die sie anbieten !
                      Gruss
                      SwieS

                      Kommentar

                      • brfmhby
                        Armenien, Batum
                        • 16.09.2005
                        • 1516

                        #26
                        @Swies

                        Da stimmt natürlich. Er kann sie nicht prüfen lassen ohne Prüfer. Aber ich erwarte schon etws mehr als "Was solls, mir egal, kannst den Kram ja zurückgeben".
                        Wenn es keinen Prüfer gibt, kann er sie nicht als echt verkaufen. Wenn er sich in einem Gebiet auskennt, kann er das kenntlich machen. Z.B. habe ich nach Literatur [...] durchgeschaut, die falschen Marken sind gekennzeichnet..., verdächtig sind,... die sehen gut aus etc.

                        @usul

                        Sicher würde er weniger Geld bekommen, wie ich finde zu Recht. Warum sollte ich als Käufer alleine das Risiko tragen? Wenn ich an die ganzen "3. Reich Sammlungen mit Brustschilden und gutem Infla Teil" denke, wird vermultich jede Menge Material verhökert, dass ausser den Michelnummern mit dem Katalogwert nur wenig gemein hat. Dazu gibt es genug threads hier. Ich finde entweder, oder. Es soll der Katalogwert (wenn auch nur als Richtschnur) dienen, dann müssen die Marken den Anforderungen des Katalogs gerecht werden. Oder man verkauft eben als "ohne Obligo". Das mit dem auf Erfüllung klagen ist natürlich richtig, aber auch aufwendig. Wieder liegt die Mühe beim Käufer.

                        Von einem Händler (Fachhändler) erwarte ich mehr als Rückgaberecht. Immerhin geht es um Geld. Das kann man auch als (finanzielle) Investition betrachten!

                        Gruß
                        b.
                        "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

                        Kommentar

                        • Lars Böttger
                          www.arge-belux.de
                          • 07.08.2003
                          • 8417

                          #27
                          @swies:

                          Das Geschäftsmodell vieler Internet-Briefmarkenhändler sieht so aus: Man nehme ein paar billige echte Marken, füge ein paar Fälschungen dazu, errechne dann einen fiktiven Katalogwert und biete das dann ohne Obligo an. Das kann es ja auch nicht sein...

                          Im Internet gibt es m.E. mittlerweile genügend Foren und Seiten, die sich Fälschungen widmen. Da muss ich mir als Händler den Vorwurf gefallen lassen, dass ich zu faul bin, mich darum zu kümmern und dass mir offensichtlich meine Kunden egal sind.

                          Kann man alles wissen? Nein. Aber manche Angebote sind so offensichtliche Fälschungen, dass es schon aberwitzig wird, wenn ein Profi so was als "möglicherweise echt" anbietet. Und immer wenn im Michel etwas von "Fälschungen" steht, dann darf man das ruhig auch ernst nehmen.

                          Beste Sammlergrüsse!

                          Lars

                          P.S. 14 Tage oder vier Wochen reichen bei einer Nachprüfung nur in den seltensten Fällen aus.
                          www.bdph.de und www.arge-belux.de

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                          • SwieS
                            Registrierter Benutzer
                            • 13.08.2006
                            • 78

                            #28
                            Hallo Lars
                            Ich weiß sehr wohl,daß 14 Tage oder 4 Wochen für eine Nachprüfung NICHT ausreichen !Aber das ist nun mal die gesetzliche Frist ! Ein seriöser VK wird IMMER Garantie bzw Nachprüfungsgarantie geben !
                            Aber resp. in DIESEM FALL > wohin denn mit diesen Marken,zu wem ? zu welchem Prüfer ??
                            Wie gesagt,Marken kaufen/ersteigern wie auch immer > 4 Wochen Zeit zum Begutachten > das muss reichen !
                            Wenn sich der Käufer immer noch nicht sicher ist ob Falsch oder echt ?? so kann er sie doch OHNE PROBLEME dem VK zurückgeben !
                            Der hat auch die Rücksendekosten zu tragen ! nicht der Käufer !! Alle AGBs,die die Rücksendekosten auf den Käufer abwälzen > sind in DIESEM PUNKT nicht korrekt !
                            Daß hier in Ebay nach dem MIX-Prinzip gut + bösegearbeitet wird,weiß ich.
                            Nette Grüße
                            SwieS

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                            • jörgensen
                              Registrierter Benutzer
                              • 19.05.2006
                              • 66

                              #29
                              "... also ich weiß garnicht ob das Fälschungen sind???"

                              Wieder mal eine "unschuldige" ebay-Beschreibung mit "blödsinnigen" Garantieausschlüssen:



                              Das sind private Phantasiedrucke ohne jeglichen philatelistischen Wert!

                              ----------------------------

                              Ergänzung aus ebay.com - kennt jemand den Anbieter aus Spanien?

                              Zuletzt geändert von jörgensen; 20.08.2006, 21:36.

                              Kommentar

                              • Juergen Kraft
                                Registrierter Benutzer
                                • 30.11.2005
                                • 1747

                                #30
                                Wer kennt den Anbieter?

                                Zitat von jörgensen
                                ...

                                Ergänzung aus ebay.com - kennt jemand den Anbieter aus Spanien?

                                http://cgi.ebay.com/ICELAND-ZEPPELIN...QQcmdZViewItem
                                Hallo @jörgensen, ich vermute, du bist der Einzige, der nicht weiß, wer der Anbieter ist. Es ist der alt bekannte Account negromurs, dragondo_es, toplinie100top, rafa_elnegro usw., usw. Jemand der vielleicht (nur einer von vielen Namen) Mike Ronico Topas heißt, aber, und das ist sicher, ein winziges Ladengeschäft in Puerto de la Cruz hat. Dort in der Hauptstraße "Generalissiomo ...". Nahe am Strand. Wer sich bis nach Teneriffa begibt, dem mache ich eine kostenlose Führung zu dem Geschäft. Der vielmals gelöscht wurde und immer wieder von den Toten aufersteht. Der Mann, der zu sein ich immer wieder verdächtigt werde, weil ich auch auf Teneriffa wohne (so wie mehr als 2 Mio. anderer Menschen, alle höchst verdächtig!)

                                Die angebotenen Marken sind FALSCH. Primitive Fälschungen, hergestellt von Peter Winter, einem Opernsänger. Sucht bei google und Ihr werdet finden!

                                Der Anbieter, vielleicht ein Freund von Peter Winter, oder auch er selbst, treibt seit Jahren seinen Schabernack mit Ebay und seinen Kunden. Er bietet ohne Scheu die selben Marken einmal als "biete alles als Falsch an" und ein anderes Mal einfach so, wie echte Marken. Siehe das Beispiel von dragondo_es. Es ist einfach unerträglich und Ebay Sicherheit wird verhöhnt (ohne es zu merken) und vielfach ausgetrickst. Wird ein Account gelöscht und mit ihm aktuelle Angebote, stellt der Anbieter nur Minuten später auf einer anderen Ebayseite unter einem anderen Account die selben Fälschungen mit der selben Beschreibung neu ein. Die Schadenshöhe erreicht irgendwann 1 Mio. Euro und es interessiert niemanden wirklich.

                                Wie auch am Hopflug Beispiel schön zu sehen, kommen jeden Tag neue Accounts hinzu, auf denen die Fälschungen als echt angeboten werden.

                                Die bei ebay.de angebotenen werden sicher Morgen gelöscht sein. Was ist mir dem Rest? Was ist mit den anderen Gebieten? Glaubt jemand nur Island wäre betroffen? Oder nur Zeppelinmarken?

                                Der Link auf die Zeppelinmarken zeigt einen gewerblichen Verkäufer mit 9 Punkten. Kein Impressum, keine Widerrufsbelehrung. Was sagt uns das? Dem Verkäufer ist es offenbar egal, von http://wettbewerbszentrale.de (bitte dort melden, ich habe keine Zeit dafür) abgemahnt zu werden. Er sucht ein paar schnelle Opfer und ist vermutlich schon morgen mit einem neuen Account unterwegs. Glaubt jemand ernsthaft, ein Gewerbetreibender würde die Pflichten im Internet nicht kennen?

                                Nach nun vielen Jahren Ebay haben diejenigen, die vorsätzlich Opfer suchen, viel gelernt. Ob aus Bad Segeberg oder Teneriffa, wird ein Account gelöscht macht man 5 neue dafür auf. Was kann einem Ebay schon androhen? Die Löschung, sonst nichts.

                                Das B-Wort ist zwar tabu, aber ganz allgemein kann man feststellen, dass durch vorsätzliche Betrüger der Briefmarkenmarkt in den letzten Jahren fortschreitend ruiniert wurde. Das Preisniveau ist unglaublich gefallen. Ich habe unzählige Ebayauktionen mit Ergebnissen gespeichert. Die Tendenz ist, heute bringen echte Marken weniger, als Ganzfälschungen der gleichen Marken vor drei Jahren gebracht haben.

                                Als Optimist, sehe ich alles positiv. Ich baue meine Sammlung zu günstigen Preisen weiter aus.

                                Viele Grüße
                                Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Tenerife-Sur - Spanien
                                Projekt Stempeldatenbank, Stampswiki, Linkdatenbank
                                Mitglied BDPH, AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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